CSE erhält Auszeichnung vom deutschen Nachhaltigkeitsrat

Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnet Label der GfaW aus

Certified Sustainable Economics (CSE), das Nachhaltigkeits-Siegel der
Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW), ist vom Nachhaltigkeitsrat
der Bundesregierung mit dem Qualitätslabel „Werkstatt N-Projekt 2016“
ausgezeichnet worden. Unter 380 Bewerbungen hat sich das Startup aus
Nordhessen in die Reihe der Preisträger eingliedern können.
Die Auszeichnung honoriert das Engagement der GfaW für Standards und
Verbraucherschutz im Bereich von Nachhaltigkeit durch das CSE-Siegel. Das
bereits von der Verbraucherinitiative als einziges umfassendes und unabhängiges
Label hervorgehobene Projekt zeichnet sich durch seinen konsequenten
Qualitätsanspruch und den explizit dynamischen Charakter aus.
In mehreren Arbeitsgruppen für unterschiedliche Wirtschaftsbereiche wird CSE
von den „Pionieren der Nachhaltigkeit“ aus Ökonomie und Wissenschaft beständig
weiter entwickelt und am aktuell höchstmöglichen Niveau nachhaltigen
Wirtschaftens ausgerichtet.
GfaW-Gründerin Sophie von Lilienfeld-Toal begrüßt insbesondere die öffentliche
Wirkung des Nachhaltigkeits-Preis: „Mit der Auszeichnung erhält unser Bestreben
um prüfbar nachhaltiges Wirtschaften einen weiteren Schub ins Bewusstsein von
Unternehmen und Verbrauchern. Dafür sind wir als Idealisten besonders dankbar.“

CSE integriert Umweltnorm

Nachhaltigkeitszertifizierung auf ISO Norm 14001 aktualisiert

Der aktuelle Entwurf zur Revision der EG-Öko-VO beinhaltet die Aufnahme einer Zertifizierung nach der ISO Norm 14001 – besser bekannt als Umweltnorm. Auch wenn die Veränderungen noch nicht beschlossen sind, ist sehr wahrscheinlich, dass eine entsprechende Verpflichtung in die Verordnung eingehen wird.
Die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE (Certified Sustainable Economics) wurde deshalb schon jetzt so überarbeitet, dass sie die Umweltnorm vollständig mit integriert.

Neben EMAS etabliert sich CSE damit als Zertifizierung, die mit ihrem Nachhaltigkeitsanspruch allerdings weit über die ISO Norm 14001 hinaus geht. Das Siegel berücksichtigt zusätzlich die beiden weiteren Säulen der Nachhaltigkeit: Soziales und Ökonomie. Sie versteht sich analog, harmonisierend und ergänzend zu vorhandenen Instrumenten der Darstellung von Nachhaltigkeitsleistungen wie GRI, Deutscher Nachhaltigkeitskodex, SA8000 und Fair Trade.
In seinem umfassenden Anspruch eignet sich CSE insofern für die gesamte Öko-Branche.

Pioniere der Nachhaltigkeit stellen sich vor

Nachhaltigkeitssiegel CSE veröffentlicht Broschüre „Pioniere der Nachhaltigkeit“

Bad Sooden-Allendorf – Mit der Broschüre „Pioniere der Nachhaltigkeit“ informiert die Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigkeit“ – ein Zusammenschluss der Pilotunternehmen des CSE Certified Sustainable Economics Standard – über ihre Pionierarbeit. Hintergründe und Innovationsgehalt des CSE Standards werden anschaulich erläutert. Die Unternehmensportraits heben die bemerkenswerte Pionierleistung der ersten CSE zertifizierten Unternehmen hervor.

Der CSE Standard ist eine Nachhaltigkeits- und Unternehmenszertifizierung. Zusätzlich zu den ökologischen Produktanforderungen, müssen Unternehmen bei dieser Art der Zertifizierung ökonomische und soziale Mindestanforderungen erfüllen sowie Nachhaltigkeitsziele festlegen und erreichen. Das Siegel geht also weit über eine reine Produktbewertung hinaus. Neben Naturkosmetik Herstellern zertifiziert das Label auch Produzenten von Umweltprodukten sowie Wasch- und Reinigungsmittel.

Die Broschüre liegt zum download bereit.

Suffizienz inklusive

Arbeitsgruppe diskutiert Paradigma der Marktwirtschaft – Kampagne „Pioniere der Nachhaltigkeit“ geplant – CSE-Standard aktualisiert

Bad Sooden-Allendorf – Suffizienz muss als Kriterium in nachhaltiges Wirtschaften einfließen. Unter dieser Prämisse diskutiert die Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigkeit“   Möglichkeiten, die Qualität der Genügsamkeit in unternehmerisches Handeln einzubinden – und über den CSE-Standard zu erfassen. Zur Etablierung des Standards und der Darstellung ihrer Innovationen ist eine gemeinsame Kampagne „Pioniere der Nachhaltigkeit“ geplant.

In jährlichen Abständen trifft sich die Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigkeit“ – bestehend aus den Unternehmen Aries Umweltprodukte, Börlind GmbH, Farfalla Essentials AG, Botanica GmbH, EcoControl GmbH und der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW) – zur Aktualisierung des Certified Sustainable Economics Standards (CSE), um den Anforderungen an eine dynamische Weiterentwicklung zu entsprechen. So in diesem Jahr erneut auf der BioFach/Vivaness.

Mit dem Nachhaltigkeits-Faktor Suffizienz widmet sich die Arbeitsgruppe einem aus unternehmerischer Sicht durchaus heiklen Thema. Unter marktwirtschaftlichen Voraussetzungen widersprechen sich Wachstum und Genügsamkeit bei oberflächlicher Betrachtung. Im Gegensatz zum Begriff der Effizienz als bisherigem Maßstab wirtschaftlicher Entwicklung, der das Nutzen-Aufwand-Verhältnis für ein konstantes Ergebnis beschreibt, setzt Suffizienz bei den gewünschten Effekten an. Dies erfordert eine Veränderung der herkömmlichen Denkweise.

Im Bereich des unternehmerischen Handelns fehlen bislang handfeste Beispiele, die das Dilemma Wettbewerbsfähigkeit versus Suffizienz auflösen konnten. An der Stelle wollen die „Pioniere der Nachhaltigkeit“ mit ihren offenen Fragen ansetzen: Ist dieser vermeintliche Widerspruch zwangsläufig? Unter welchen Bedingungen und durch welche Maßnahmen kann der gesellschaftliche Gewinn von Suffizienz greifbar werden und sich in einem Qualitätsstandard widerspiegeln?

„Vor dem Hintergrund des steigenden Ressourcen-Verbrauchs, von Rebound-Effekten und anderen Konsequenzen des Wachstumsparadigmas ist es für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen unumgänglich, sich mit Suffizienz auseinanderzusetzen“, erklärt Arbeitskreis-Sprecherin Sophie von Lilienfeld-Toal.

CSE ist als Zertifizierungssystem nachhaltiger Unternehmensführung vor allem für Naturkosmetik- und Naturwarenhersteller eine wichtige Auszeichnung, weil die bislang beteiligten Unternehmen als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit gleichzeitig erprobte, praxisnahe, erfahrungsorientierte und somit dynamische Maßstäbe setzen. Berücksichtigt werden darin die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Soziales und Ökonomie.