Nachhaltigkeit und Dienstleistung CSE-Standard für nachhaltiges Wirtschaften_2

14.11.2018: PRESSEMELDUNG Erste Dienstleister mit CSE-Nachhaltigkeitszertifikat

Architekturbüro und Unternehmensberatung erfüllen anspruchsvollen Standard der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik

Erste Dienstleistungsunternehmen haben sich für geprüfte Nachhaltigkeit entschieden: Mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten und dem Beratungsbüro „sustaineration“ erfüllen nach der Öffnung des Siegels für alle Branchen nun zwei nicht aus dem Produktionsbereich stammende Unternehmen die hohen Anforderungen des CSE-Standards der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW).

Die weltweit anspruchsvollste unabhängige Nachhaltigkeits-Prüfung wird bereits seit Jahren von Pionieren unter den Herstellungsbetrieben als Nachweis und Kennzeichen ihrer Leistungen genutzt. Mit der Ausweitung auf Handel und Dienstleistungen folgt die GfaW konsequent ihrem Bestreben, jedem Unternehmen eine Nachhaltigkeitszertifizierung anbieten zu können.

Weil im Dienstleistungs- und Informationssektor keine klassischen Güter hergestellt werden, werden Unternehmen aus diesem Bereich in der Nachhaltigkeitsdebatte oft vernachlässigt. Doch gerade hier können zukunftsweisende Weichen gestellt werden: Dienstleistungsunternehmen sind oft gut vernetzt, zeichnen sich durch hohe Qualität, langfristige Partnerschaften und ein gelebtes Leitbild aus – reichlich verstecktes Potential für nachhaltige Geschäftspraktiken und Konsumalternativen.

Die neu zertifizierten CSE-Unternehmen zeigen diese Aspekte beispielhaft.

RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten sieht sich bei der Planung von Lebensräumen und Landschaften seit jeher mit Fragen zur Nachhaltigkeit konfrontiert. Nach welchen Kriterien werden Materialien oder Kooperationenpartner ausgewählt? Findet grüne IT Verwendung? Woher wird die Büroausstattung bezogen? Solche Entscheidungen mögen auf den ersten Blick banal erscheinen und haben doch wesentlichen Einfluss auf das Selbstverständnis und die Rolle eines Unternehmens als Wirtschaftsakteur. Öffentliche Auftraggeber großer raumplanerischer Projekte erhalten durch eine Zertifizierung die Möglichkeit, nicht nur monetäre Kriterien für die Auswahl des Dienstleisters heranzuziehen, sondern schnell und unkompliziert auch den Faktor Nachhaltigkeit einzubeziehen.

Die Unternehmensberatung „sustaineration“ verfolgt längst einen konsequent nachhaltigen Ansatz, berät selbst hauptsächlich zu den Themen Corporate Social Responsibility und Umweltmanagement und zeigt in ihrem Webauftritt, wie sie Nachhaltigkeit plant, durchführt und prüft. Dennoch entschied sich Geschäftsführer Niels Christiansen on top für CSE, „weil es nicht nur hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeitsleistung und das Managementsystem stellt, sondern auch an das Geschäftsmodell und den Kern des Unternehmens. Damit wird unsere Eigendarstellung einfach und wertvoll ergänzt“.

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ist Ansprechpartner für nachhaltige Unternehmen. Die Standardgeberin bietet seit mehr als 6 Jahren CSE als Prüfsiegel für Nachhaltigkeit an und trägt mit seinen ökologischen Produktzertifizierungen zur Ausweitung ökologischer Produktvielfalt bei.

 

nachhaltige Unternehmensberatung sustaineration

24/10/18: Sustaineration – Gelebte Nachhaltigkeit im Beratungsunternehmen durch CSE-Siegel bestätigt

Sustaineration steht für die neue Generation des Unternehmertums. Das Beratungsunternehmen ist jung, dynamisch, flexibel und lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Professionelle Beratung zur Einführung von Nachhaltigkeitssystemen, Moderation von unternehmerischen Such- und Findungsprozessen sowie umfassende CSR-Beratung sind im Portfolio von sustaineration zu finden.

Dabei ist Nachhaltigkeit von Beginn an das Fundament des Unternehmens aus dem hohen Norden. Niels Christiansen, Geschäftsführer und Allround-Talent, gründet sustaineration gemeinsam mit seiner Kommilitonin Ting Lee im Jahr 2014 und spezialisiert sich zunächst auf Beratung zum Thema ISO 14001. Ting Lee verlässt im Jahr 2017 Deutschland und sustaineration wandert in die Heimat Nordfriesland. Die nachhaltige Initiative von sustaineration hinterlässt bereits kurz nach Gründung Spuren: Im Jahr 2015 initiiert das Start-up die gemeinnützige Initiative „Nordfriesland Daag“, bei dem sich die regionale Wirtschaft in verschiedensten gemeinnützigen Projekten engagiert.

Ein weiterer Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit ist die CSE-Zertifizierung des Beratungsunternehmens. Sustaineration ist bereits seit mehreren Jahren in der Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigeit“ aktiv und mit dem Standard bestens vertraut.

„Ich bin begeistert davon, dass es einen Standard gibt, der solch hohe Anforderungen stellt. Und zwar nicht nur an die Nachhaltigkeitsleistung und das Managementsystem, sondern an das Geschäftsmodell und damit an den Kern des Unternehmens,“ resümiert Niels Christiansen über CSE.

Immer wieder Neues wagen und stets einen Schritt vorausdenken kann sich sustaineration mit Sicherheit auf die Fahne schreiben. Mit dem CSE-Standard zeigt die grüne Beratungsagentur erneut ihre hohe Innovations- und Kommunikationskraft. Im nächsten Jahr widmet sich die Unternehmensberatung der Qualifizierung von CSR- und Nachhaltigkeitsmanagern.

Mit sustaineration begrüßen wir das erste Unternehmen aus Schleswig-Holstein an Bord, herzlich willkommen.

 

Übrigens: Ob Ihr Unternehmen den hohen CSE-Nachhaltigkeitsstandard erfüllt, können Sie unverbindlich und kostenfrei im CSE-Nachhaltigkeits-Check ermitteln.

Safeas nachhaltiges Unternehmen nach CSE-Standard

15/10/2018: Trend zu echter Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche nimmt zu

Hersteller von Naturkosmetik haben ein feines Gespür für die Prozesse der Natur. Die Kraft der Natur braucht ein intaktes Ökosystem und deshalb auch Menschen, die dieses Ökosystem liebevoll pflegen. Unternehmen aus dem Bereich Naturkosmetik sind daher sensibilisiert für das Thema Nachhaltigkeit. Wenn sie Ihrer Verantwortung umfassend nachkommen, möchten dies auch zunehmend kommunizieren.

Im Bereich CSE, dem konsequenten Standard für nachhaltiges Wirtschaften, dürfen wir einen weiteren Kosmetikhersteller begrüßen.

SAFEAS Organic Beauty ist ein Naturkosmetikhersteller mit Sitz und Produktion in München.  Die Zertifizierung nach dem CSE-Standard war für SAFEAS ein weiterer konsequenter Schritt seine Verantwortung und sein Engagement zu unterstreichen. Damit zeigen die Münchner, dass ein Unternehmen durchaus wachsen kann ohne den Bezug zu seinem Ursprungsgedanken zu verlieren.

Von Beginn an greift SAFEAS ausschließlich auf ökologische, fair gehandelte Rohstoffe zurück, verwendet natürliche Extraktionsverfahren und setzt auf Zertifizierung. So schafft es das Unternehmen rasch einen treuen Kundenstamm für sich zu gewinnen. Der Bezug zum Ursprung des Unternehmens, den Anbauregionen und den Menschen vor Ort, ist dabei bis heute ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsphilosophie geblieben. SAFEAS sieht über den Produktionsbetrieb hinaus große Verantwortung in seiner Tätigkeit und engagiert sich in verschiedenen Ländern für soziale und ökologische Projekte.

RMP auf CSE Nachhaltigkeit zertifizierter Dienstleister

04/10/2018: Erstes CSE-Zertifikat für Dienstleistungen geht an RMP Landschaftsarchitekten

RMP Stefan Lenzen Landschaftarchitekten entwerfen Lebensräume statt Produkte. Wer sich mit Pflanzen und verschiedensten Naturmaterialien auskennt und sich zudem mit Fragen rund um ein schönes Leben beschäftigt, kommt an Nachhaltigkeit nicht vorbei.

Als erster klassischer Dienstleister hat das Team um Stefan Lenzen die CSE-Zertifizierung erfolgreich durchlaufen.

Damit beweist das Architekturbüro, dass es mit seiner Nachhaltigkeitsperformance an der Spitze steht. Zwar handelt das Unternehmen bereits lange nach nachhaltigen Grundsätzen, konnte dies jedoch schwer nach außen vermitteln. Mit dem CSE-Siegel wird nun auf einem Blick klar, dass Bestleistungen im Bereich Nachhaltigkeit erbracht werden. Das CSE-Zertifikat zeigt die wichtigsten Kriterien auf einen Blick.

Für die CSE-Zertifizierung wird ein Unternehmen umfassend geprüft, wobei sehr hohe Mindestanforderungen eingehalten werden müssen. Wer das CSE-Siegel trägt, kann stolz behaupten alle Unternehmensbereiche und das Unternehmensumfeld nach höchsten ethischen Maßstäben zu gestalten.

Öffentliche Auftraggeber wie Städte und Gemeinden orientieren sich mit der Vergabe ihrer Aufträge zusehens an Nachhaltigkeitskriterien. Auf diese Entwicklung ist RMP mit der CSE-Zertifizierung bestens vorbereitet.

Erfahren Sie mehr zur Mission des CSE-Standards für Nachhaltigkeit.

23/07/2018: Sustaineration zeigt wie man sich auf ein CSE-Audit vorbereitet

Bereits sehr früh haben wir Niels Christiansen von sustaineration in der Arbeitsgruppe „lebendige Nachhaltigkeit“ begrüßen dürfen. Niels ist CSR-Berater und unser Fachmann im Bereich ISO 14001. Mit Weitblick und seinem großen Erfahrungsschatz trägt er dazu bei, dass die Einführung des Umweltmanagementsystems für jedes Unternehmen gelingt.

Die ISO 14001:2015 gehört zum Fundament der CSE-Zertifizierung, denn ohne Dokumentation keine Bewertung des Nachhaltigkeitsperformance. CSE geht jedoch noch weit über die ISO-Norm hinaus und fordert nicht nur die Dokumentation, sondern auch die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien im Unternehmen.

Sustaineration bereitet sich nun selbst auf die CSE-Zertifizifizierung vor. Niels berichtet in seinem Blog, wie er die anstehende Zertifizierung angeht. Aus seinem methodischen Ansatz werden die einzelnen Kriterien und entsprechende Handlungsfelder ersichtlich.

Wir Drücken die Daumen.

 

Zertifizierung statt greenwashing

18/06/2018: Warum wir ein Zeichen für Nachhaltigkeit in Unternehmen brauchen – Gedanken zur Nachhaltigkeitszertifizierung CSE

Viele große Konzerne, die rücksichtslos handeln, stoßen auf immer mehr Widerstand. Der Unwillen der Verbraucher wird immer sichtbarer, wenn man den Boykott-Aufrufen und Aufklärungs-Posts in den sozialen Medien folgt. Dabei werden gleichzeitig die Marketingblasen einiger Unternehmen immer absurder. Unternehmensverantwortung wird mit sattem grün und  sympathischen Promis zu einem Wettlauf um die Gunst der Konsumenten.

Marketing ist das Spiel mit Illusionen und wer sich viel Illusion leisten kann, der verzaubert den potentiellen Käufer. Tatsächlich kann kein Verbraucher genau wissen, was sich hinter der Fassade eines Unternehmens versteckt. Nachhaltigkeitsberichte gehören zum guten Ton. Aber Hand aufs Herz, welcher Verbraucher ließt einen Nachhaltigkeitsbericht? Es scheint, als würde die reine Existenz eines Nachhaltigkeitsberichtes schon belegen, dass das Unternehmen nachhaltig ist. Das ist als ob ein Mensch sagt: „Ich habe einen IQ Test gemacht, hier schau, ich bin ein guter Mensch.“

Die Zeit ist reif für sogenannte Unternehmenszertifizierungen. Das heißt, das gesamte Unternehmen wir von einer unabhängigen dritten Instanz auf seine Aktivitäten geprüft. Hier kommt die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE ins Spiel. Es handelt sich hierbei um eine Zertifizierung für Nachhaltigkeit. Diese setzt Mindestanforderungen an die Aktivitäten des Unternehmens (soziale, ökologische und wirtschaftliche Aktivitäten). Die Mindestanforderungen sind ethische und ökologische Grundsätze, die machbar und eigentlich für jedes nachhaltige Unternehmen selbstverständlich sein sollten.

Wenn ein Unternehmen diese Anforderungen erfüllt, dann erhält es ein Prüfsiegel, das es auf Produkte anbringen kann. So kann der Verbraucher wirklich sehen, ob das Unternehmen höchsten Ansprüchen im Bezug auf Ethik und Nachhaltigkeit genügt. Bevor Millionen von Euros für Greenwashing ausgegeben werden, könnten sie doch in die Umsetzung echter Nachhaltigkeit fließen, oder nicht?

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ist Standardgeber für den CSE. Die Prüfung der Unternehmen erfolgt durch eine auditierte Zertifizierungsstelle (also ein dritte, unabhängige Stelle). Wenn CSE also auf dem Produkt steht, dann ist echte Nachhaltigkeit drin. Kein Greenwashing – garantiert durch das CSE-Siegel.

GfaW Portfolio

15/06/2018: PRESSEMELDUNG Aktualisierung der Standards aus dem Hause GfaW – Ethik und Unternehmenspraxis vereint

Bio-Qualitäten, GVO und weitere Kriterien wurden auf ein anspruchsvolleres Niveau gehoben.

 

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW) ist Standardgeber für zwei ökologische Produktstandards und den Nachhaltigkeitsstandard für Unternehmen: CSE. Die Standards werden jährlich einer Revision unterzogen um mit den aktuellsten Anforderungen abgestimmt zu werden. Jeweils an einem Tag kommt dazu die jeweilige Arbeitsgruppe “ökologische Rohstoffe” und die Arbeitsgruppe “lebendige Nachhaltigkeit” zusammen.

 

Die Arbeitsgruppe “ökologische Rohstoffe” widmete sich der Aktualisierung des NCS (Natural-Cosmetics-Standard) und des NCP (Nature-Care-Product-Standard), beides ökologische Produktzertifizierungen aus dem Hause GfaW.

Eine grundlegend neue Anforderung beider Produktstandards ist die obligatorische Beschaffung zertifiziert ökologischer Qualität für die Naturstoffe Sonnenblumen, Oliven, Soja, Sheabutter, Kokos und Jojoba. Grund für diese Entscheidung ist, dass diese Stoffe i.d.R. in Bioqualität einfach verfügbar sind. Darüber hinaus soll die neue Anforderung gewährleisten, dass die Standards sich den Gegebenheiten des Marktes anpassen um möglichst hohen ökologischen Ansprüchen zu genügen.

Für NCP, den Standard für ökologische Alltagsgegenstände, wurde bestätigt, dass weiterhin alle Stoffe petrochemischen Ursprungs ausgeschlossen werden. Als Ausnahme wurde TAED in Bleichmitteln und Spülmaschinen-Tabs bis zu einem maximalen Anteil von 3,5% zugelassen. TAED wird als biologisch abbaubar eingestuft und ermöglicht zudem eine Wirksamkeit bei niedrigeren Temperaturen, weshalb die GfaW sich für diese Ausnahme zugunsten der Ökologie entschieden hat.

In Bezug auf GMO wurde erneut deutlich, dass der Gesetzgeber mehr Fokus auf die Nachweispflichten der Produzenten von chemischen Ausgangsstoffen legen sollte. Beide Produktstandards richten sich weiterhin an den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung aus. Dies gilt auch für Stoffe, die nicht unter die EG-Öko-Verordnung fallen, z.B. non-food Produkte oder nicht ökologisch zertifiziertes Ausgangsmaterial. Obwohl Standardgeber und Standardnutzer sich einheitlich und gegen GVO aussprechen, wurde leider wieder deutlich, dass GVO sich unter Umständen nicht vermeiden lässt, wenn Chemieproduzenten ihren GVO-Freiheitserklärungen nicht nachvollziehbar und verantwortungsvoll nachkommen. Hier bittet die GfaW alle Unternehmen, die sich eventuell an einer Arbeitsgruppe mit Fokus GVO beteiligen möchten um Kontaktaufnahme. Ziel ist es, klare Regelungen und Pflichten zu schaffen, damit GVO nachweislich und restlos aus Produkten wenn nicht ausgeschlossen, so doch zumindest kenntlich gemacht werden kann.

Die aktuellen Standards sind auf der Website der GfaW öffentlich einsehbar: https://gfaw.eu/download-bereich/.

 

Die Arbeitsgruppe „lebendige Nachhaltigkeit“ widmete sich der Aktualisierung des CSE-Standards.

Die Unternehmenszertifizierung für Nachhaltigkeit baut auf Produktzertifizierungen auf. Hier wurden die Standards der IFOAM-Familie als Produktstandards für Lebensmittel neu zugelassen. Des Weiteren wurde Rapunzel Hand-in-Hand als Nachweis für eine faire Beschaffung in den CSE-Standard aufgenommen. Auch die PEFC-Zertifizierung ist nun im CSE-Standard als Nachweis für umweltfreundliche Verpackung zugelassen.

Es wurde erneut ersichtlich, dass das Vorhaben CSE als anspruchsvollsten Nachhaltigkeitsstandard auszubauen, den Wünschen der Pionierunternehmen und Verbrauchers gerecht wird. Das Fundament, die ISO 14001:2015, auf dem das Qualitätssiegel CSE aufbaut, bleibt unangetastet. Die Methodik und Transparenz von CSE erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Unternehmen und Konsumenten. In Kürze werden neue Unternehmen ihre CSE-Zertifizierung abschließen. Weitere Informationen zu CSE auf https://gfaw.eu/cse/.

 

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ist Ansprechpartner für nachhaltige Unternehmen. Die Standardgeberin bietet seit mehr als 6 Jahren CSE als Prüfsiegel für Nachhaltigkeit an und trägt mit seinen ökologischen Produktzertifizierungen zur Ausweitung ökologischer Produktvielfalt bei. Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit in den Arbeitsgruppen haben, schreiben Sie eine E-Mail an info@gfaw.eu.

Arbeitsgruppentreffen für mehr Ökologie und Nachhaltigkeit in Unternehmen

24/05/2018: Gemeinsam für Werte stehen – Arbeitsgruppentreffen voller Erfolg

Viele Verbraucher wissen leider nicht, welche Kriterien sich hinter einzelnen Siegeln verbergen. Und tatsächlich steckt, wie so oft, der Teufel im Detail: Nicht alles, was sich nach „öko“ anhört, entspricht den Erwartungen der bewussten Konsumenten. Das gilt sowohl für grüne Produkte als auch für grüne Siegel auf den Produkten. Insbesondere bei den Siegeln muss man genau hinsehen, welche Kriterien im Standard hinterlegt sind (Standard = Text in dem das Siegel definiert ist bzw. was erfüllt werden muss, damit das Siegel vergeben wird).

Die Ausgestaltung der Standards obliegt dem Standardgeber. Damit unsere Standards den Erwartungen der Verbraucher entsprechen und gleichzeitig durch die Unternehmen erfüllbar sind, treffen wir uns jährlich zu Arbeitsgruppentreffen.

Am 17. Und 18. April kamen wir erneut zusammen um Fragen rund um unsere Standards zu klären. Und wieder hat sich bestätigt, dass wir alle gemeinsam auf dem höchsten Niveau sind und bleiben werden.

Bei den Produktzertifizierungen NCP und NCS war im Rahmen der Arbeitsgruppe „ökologische Rohstoffe“ die Gentechnik mal wieder ein heißdiskutiertes Thema. Natürlich sind wir alle gegen Gentechnik und diese ist in all unseren Standards ausgeschlossen. Problematisch ist jedoch – und das gilt für alle Standards und Produkte –, dass Gentechnik sich gut verstecken kann. Zum Beispiel ist im Produkt tatsächlich keine Gentechnik enthalten. Jedoch werden beispielsweise gentechnisch veränderte Organismen eingesetzt, die bestimmte Enzyme produzieren. Diese Enzyme wiederum werden zur Herstellung des gewünschten Stoffes verwendet, den ein Verbraucher z.B. zum Reinigen seines Spiegels verwendet. Das ist Gentechnik, auch wenn das Endprodukt keine gentechnisch veränderten Stoffe beinhaltet.

Die Hersteller von Naturprodukten können nicht jede einzelne Zutat selbst herstellen. Sie müssen auf  einen Lieferanten zugreifen, die für den Hersteller eine sogenannte „GVO Unbedenklichkeitsbescheinigung“ ausfüllt. Doch wie weitreichend und glaubwürdig kann diese Bescheinigung sein? Wir als Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik finden es bedenklich, dass es hierzu keine gesetzliche Regelung für eine Kennzeichnungspflicht gibt. Nicht nur wir, sondern alle Standardgeber und verantwortungsvolle Unternehmen sehen uns mit dieser Problematik konfrontiert. Es darf nicht sein, dass  Gentechnik heimlich durch dieses Schlupfloch Verbreitung findet. Fast dreiviertel aller Verbraucher stehen Gentechnik skeptisch gegenüber und in der Arbeitsgruppe waren alle einstimmig gegen GVO. Da die Thematik sehr komplex und weitreichend ist, wurde beschlossen in einem Workshop mit Experten weiter über eine für uns gangbare Lösung nachzudenken. Falls Sie  Lösungsvorschläge und Ideen zu diesem Thema haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Bei der Arbeitsgruppe „lebendige Nachhaltigkeit“ gab es ebenfalls erneut viel Zustimmung für die hohe Messlatte, die der CSE-Standard setzt. Wir haben wieder unter Anderem darüber gesprochen, ob das Fundament der ISO 14001:2015 Norm auch für kleine Unternehmen sinnvoll ist. Mit den Erfahrung bereits zertifizierter Unternehmen und der Expertise von Niels Christiansen von sus­tai­ne­ra­tion wurde wieder deutlich: Ja! Denn die ISO 14001:2015 ist auch für kleinste Unternehmen auf eine einfache Dokumentation runter zu brechen und macht weniger Aufwand als ein erster Blick vermuten lässt. Für größere Unternehmen birgt die ISO 14001:2015 enormes Verbesserungspotential der Stoffströme und sollte als Investition verstanden werden. Letztendlich muss ein echter Nachhaltigkeitsstandard, wie der CSE, auf der Dokumentation von Umweltmaßnahmen beruhen. Wir planen an dieser Stelle eine enorme Erleichterung für alle die die ISO 14001:2015 spielend einfach dokumentieren möchten. Dazu bald mehr.

Die beiden Arbeitsgruppentreffen haben wieder gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit Unternehmen die vorangehen und hohe ethische Werte vertreten können wir Standards definieren und Produkte kennzeichnen, die für alle Menschen und das Ökosystem gut sind. Wir, die GfaW, als Unternehmen bemühen uns natürlich auch immer die nachhaltigste Entscheidung zu treffen. Wir verstehen uns selbst als Akteur, der dem Allgemeinwohl dient. Aus diesem Grund sehen wir die Überführung der Standards in eine Gesellschaftsform, wie eine Stiftung, als wegweisend an. Die genauen Details werden wir in nächster Zeit klären.

Wir bedanken uns herzlich für die zahlreichen Teilnehmer die von weither angereist sind um mit uns Weichen zu stellen. Der Pioniergeist ist deutlich spürbar!

Mehr Hintergründe zu unseren Arbeitsgruppentreffen finden Sie ebenfalls in einem anderen Blogbeitrag.

Wenn Sie an der Mitarbeit in den Arbeitsgruppentreffen interessiert sind, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Frau Meyer (Sodasan), Herr Haggeney (RMP-Landschaftsarchitekten), Herr Christiansen (sustaineration), Frau v. Lilienfeld-Toal (GfaW)

 

 

 

 

 

 

Herr Pfeil (Poliboy), Herr Friedl (bena), Herr Diedrich (CMD)

Herr Röhrle (natürlich ullrich), Herr Heid (Sonett), Frau Oberdorfer (Sonett)

Frau Lübberstedt (kaneo), Herr Heid (Sonett), Frau Oberdorfer (Sonett), Herr Willenbrock (Snoek)

Herr Rengshausen-Fischbach (Tapir), Frau Meyer (Sodasan), Herr Haggeney (RMP-Landschaftsarchitekten), Herr Christiansen (sustaineration)

Frau Meyer (Sodasan), Herr Haggeney (RMP-Landschaftarchitekten), Herr Christiansen (sustaineration), Frau Lübberstedt (kaneo)

Frau Oberdorfer (Sonett), Frau v. Lilienfeld-Toal (GfaW), Herr Heid (Sonett)

CSE Kunden wollen nachhaltige Produkte

25/04/2018: Utopia und Siegelklarheit bewerten unseren CSE

Ein auf Nachhaltigkeit geprüftes Unternehmen auf den ersten Blick erkennen? Das geht durch unsere CSE Nachhaltigkeitszertifizierung. Das CSE Siegel kennzeichnet ein Unternehmen, das die Umwelt und den Menschen respektiert, fördert und sich dementsprechend verhält, also „nachhaltig wirtschaftet“.

Die GfaW begrüßt, dass der CSE nun auch auf den großen Plattformen utopia.de und siegelklarheit.de zu finden ist. Beste Bewertungen erhält der CSE schon seit Längerem auch bei label-online.de (Rat für nachhaltige Entwicklung), dem Bundesverband der deutschen Verbraucherinitiative und weiteren Kundenplattformen.

Mit utopia und Siegelklarheit pusten nun zwei weitere Plattformen Wind in die Segel des Nachhaltigkeitsbootes. Der CSE einfach erklärt: Nachhaltigkeit wird regelmäßig und umfassend im Unternehmen geprüft (natürlich durch Dritte) und kenntlich gemacht (durch ein Siegel auf den Produkten). CSE-Pioniere sind die Unternehmen, die sich bereits einer umfassenden Prüfung unterziehen und sich kontinuierlich im Bereich Nachhaltigkeit entwickeln.

Denn: Was nützt ein Bioprodukt, wenn man nicht weiß, was das Unternehmen sonst so macht? Alle die tolle Unternehmen unterstützen möchten, sollten also das CSE Siegel kennen. Danke also an utopia und Siegelklarheit  für die Verbreitung der CSE-Botschaft. Gemeinsam machen wir die Wirtschaft wieder menschlicher.

Im Übrigen laden wir auch die öffentliche Hand dazu ein ihre Waren und Dienstleistungen bei CSE-geprüften Unternehmen zu beschaffen.

Mehr Infos gibt es auf: https://gfaw.eu/cse/infos-fuer-verbraucher/

CSE auf utopia: https://utopia.de/ratgeber/cse-siegel/

CSE auf Siegelklarheit: https://www.siegelklarheit.de/CSE-c78

Standard-keine-Tierversuche-Gentechnik-und-kein-Mikroplastik

26/03/2018: Wie entsteht ein Standard und wie bleibt er aktuell? – Arbeitsgruppentreffen am 17. Und 18. April in Kassel

Was für Produkte und Unternehmenspraktiken brauchen wir um eine enkeltaugliche Zukunft sicherzustellen?

Die Suche nach den richtigen Antworten auf solche Fragen beschäftigt uns als Standardgeber in der täglichen Praxis. Ein Produktstandard, wie NCS und NCP, definiert die Qualität von Produkten. Im Fall des Nachhaltigkeitsstandards CSE, definiert er sogar die Qualitäten eines Unternehmens.

Wie werden solche Standards in der heutigen schnelllebigen Zeit aktuell gehalten?
Wir, die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik, arbeiten stets intensiv daran alle aktuellen Neuerungen aus Wissenschaft und Praxis in unsere Standards einfließen zu lassen. Heutzutage werden fast wöchentlich neue Wirkstoffe auf den Markt gebracht, stets werden neue Verfahren entwickelt und Hilfsstoffe angeboten. Als Standardgeber prüfen wir diese aus ethischen Gesichtspunkten und entscheiden letztendlich, ob Prozesse und Inhaltsstoffe in unseren Standards zugelassen werden.
Das wahre know-how was Nachhaltigkeit betrifft, befindet sich jedoch in den Unternehmen selbst. Sie forschen und entwickeln geniale Verfahren mit denen beispielsweise petrochemische Stoffe (die in keinem unserer Standards erlaubt sind) durch natürliche Stoffe ersetzt werden können. Sie wissen wie man sicherstellen kann, dass die Lieferkette fair und umweltfreundlich ist und bleibt. Oder aber, wie man sein gesamtes Unternehmen mit umweltfreundlichen Energien versorgt.
Dieses Wissen muss Verbreitung finden und sich insbesondere in unseren Standards widerspiegeln. Denn die Zertifizierungen der GfaW dienen umweltbewussten und kritischen Verbrauchern als sinnvolle Orientierung für den Einkauf.

Um alle Neuerungen zu besprechen und die Standards zu aktualisieren, laden wir auch in diesem Jahr zu unseren beiden Arbeitsgruppentreffen ein. Mitte April werden Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet in Kassel zusammenkommen um sich auszutauschen, zu diskutieren und Fachexperten zu lauschen.
Im Anschluss werden wir dann entscheiden, was in die Standards reinkommt und was leider – zu Recht – draußen bleiben muss.

Sind Sie als Unternehmer oder Spezialist an der Mitwirkung interessiert?

Dann melden Sie sich bei uns.