GfaW auf Youtube

16/05/2019: GfaW informiert über neuen YouTube-Kanal

Mit Hilfe von Interviews und Kurzvideos präsentiert die GfaW ihre Standards, liefert wertvolle Einblicke in Zertifizierungsprozesse und zeigt interessante Menschen und Unternehmen.

Relevante Informationen kurz und prägnant darstellen ist in unserer schnelllebigen Zeit äußerst wichtig. Das Anliegen der GfaW ist es, mit Produktzertifizierungen und dem Standard für nachhaltige Unternehmen, eine authentische Wirtschaft zu fördern. Dafür sind Videos eine praktische, erste Informationsquelle.

Die GfaW führt ab sofort einen eigenen YouTube Channel.

Den Anfang macht unser Video zur NCS-Zertifizierung.
https://www.youtube.com/watch?v=U1zXu01mSc8

In Interview berichtet Frau von Lilienfeld-Toal über den Ablauf und die Anforderungen einer Produktzertifizierung nach NCP und NCS:
https://www.youtube.com/watch?v=Lg4BT-cIKfo&feature=youtu.be

Im dritten Video stellen wir Niels Christiansen und seine Arbeit im Rahmen seines Unternehmens sustaineration vor:
https://www.youtube.com/watch?v=Os3lN_J-I5o

BÜFA zertifiziert seine Produkte nach NCP Standard

08/05/2019: PRESSEMELDUNG „Solverde“ als Naturprodukt zertifiziert

BÜFA erhält als erster Rohstoff-Hersteller das NCP-Logo für seine Marke

Als erster Rohstoff-Hersteller ist das mittelständische Unternehmen BÜFA jetzt mit seiner Marke „solverde“ nach dem Naturprodukt-Standard NCP der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW) geprüft und zertifiziert worden. Damit setzt der Betrieb aus Oldenburg ein klares Zeichen für seine nachhaltige Geschäftsphilosophie: Chemische Stoffe zur Weiterverarbeitung sollen verstärkt durch nachhaltige Varianten ausgetauscht werden. „solverde“ steht als Marke für diese nachhaltigen Alternativen.

Mit der Zertifizierung NCP (Nature Care Product) greift BÜFA auf das bewährte Label der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik für Non-Food-Produkte zu, das natürliche Inhaltstoffe, den Verzicht auf Petrochemie und Tierversuche sowie weitere elementare ökologische Kriterien garantiert. Auch für die GfaW als Standardgeberin stellt die erfolgreiche Prüfung einen Meilenstein dar.

„Zertifizierte ökologische Rohstoffe vereinfachen die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit natürlicher Alternativen für Endverbraucher. Eine NCP-Zertifizierung gilt daher nicht nur in der direkten Geschäftsbeziehung zum Konsumenten, sondern in allen Handelsbereichen der Wertschöpfungskette als in diesem Sinne wichtige Qualitätskennzeichnung. Deshalb sind wir sehr glücklich, dass BÜFA den Anfang gemacht hat,“ so Geschäftsführerin Sophie von Lilienfeld-Toal.

Zusätzlicher Vorteil für BÜFA Kunden: Sind die eingekauften Stoffe bereits zertifiziert, wird auch die Zertifizierung der Endprodukte einfacher. Dass BÜFA seine Kunden in der Verarbeitung der nachhaltigeren Alternativen schult, um den Einsatz natürlicher Ressourcen zu vereinfachen, macht „solverde“ zum Komplettpaket für moderne, umweltorientierte Weiterverarbeiter.

Hinter dem Vorhang: Großes Potential in der verarbeitenden Industrie

Besonders erfreut über die Marken-Zertifizierung ist Kunde SODASAN, selbst NCP-Nutzer und Produzent von ökologischen Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kooperationspartner von BÜFA. SODASAN vereint 36 Jahre Entwicklungs-Erfahrung und unterstützt BÜFA neben eigenen Bemühungen um die Zielgruppe der Endverbraucher insbesondere in der Herstellung von Reinigungsmitteln für die Industrie. Gerade in der Lebensmittel- und Kosmetikherstellung müssen Fertigungsanlagen häufig desinfiziert und professionell gereinigt werden. Zu der noch häufig verwendeten „Chemiekeule“ gibt es schon heute effektive ökologische Alternativen – und reichlich Potenzial.

Bereits im kommenden Jahr will BÜFA die Hälfte seines Sortiments auf nachhaltig produzierte Erzeugnisse umgestellt haben. Durch entsprechende Forschung, Entwicklung und die Zusammenarbeit mit weiteren Produzenten leistet das Unternehmen so einen deutlichen Beitrag zur Verbreitung natürlicher Rohstoff-Alternativen.

Tapir CSE und NCP

30/04/19: Die GfaW im Gespräch mit der Tapir Wachswaren GmbH

Die Tapir Wachswaren GmbH befindet sich momentan auf dem Weg, ihre konsequent nachhaltige Unternehmensführung durch den CSE-Standard zu prüfen und zu kommunizieren. Vor Kurzem hat das Unternehmen all seine Produkte nach dem NCP-Produktstandard aus dem Hause GfaW zertifizieren lassen.
Im Interview mit dem Geschäftsführer Bodo Rengshausen-Fischbach fragen wir genau nach, welche Grundsätze Tapir wichtig sind und womit sich das Unternehmen gegenwärtig befasst.

Das Interview fand am 20. März telefonisch statt und wurde gekürzt.

Was treibt Tapir als Unternehmen an, was ist Ihnen wichtig und warum haben Sie sich in dieser ökologischen Nische entwickelt?

Wir wollen, alleine und völlig unabhängig, eigene ökologische Pflegemittel entwickeln, herstellen und vertreiben. Von der Idee, über die Rezeptur und eigenen Qualitätsvorstellungen, möchten wir Alles in den eigenen Händen halten. Und bis jetzt haben wir das auch so gemacht.
Uns spornt der Gedanke an, dass Keiner das macht, was wir machen. Nicht, dass wir unbedingt einen Trend setzen wollen. Vielmehr haben wir uns selbst bestimmte Vorgaben gesetzt – und das unabhängig von irgendeiner Zertifizierung. Wir haben all dies auch niemals als Greenwashing betrieben, nur um bei dem ökologischen Trend mitzumachen. Unsere eigenen Bedingungen setzen, das war immer schon unser größter Ansporn.

Welche Beziehung besteht hier zum unternehmerischen Wachstum?

Wir wachsen in den letzten Jahren auch, aber organisch. Das heißt aus eigener Kraft. Wir sind überhaupt nicht fremdfinanziert, sondern finanzieren uns nur von unserem selbst erwirtschafteten Kapital. Und wenn ich „wir“ sage, dann meine ich nicht nur mich als geschäftsführender Gesellschafter und Gründer des Unternehmens, sondern auch drei langjährige Mitarbeiter, die mittlerweile mit jeweils 10 % am Unternehmen beteiligt sind. Es war uns auch immer besonders wichtig, die maßgeblichen Entscheidungsträger aus dem Unternehmen, also aus Produktion, Entwicklung und Vertrieb auch am Erfolg und Unternehmenswert zu beteiligen.

Die Einführung der ISO 14001 ist ja Voraussetzung für eine CSE-Zertifizierung, haben Sie schon die Umweltmanagementsystem-Norm eingeführt?

Nein, bis auf NCP neulich, haben wir noch nie eine Zertifizierung gemacht. Wir haben gedacht, wenn dann richtig! Wir müssen ja nicht komplett umschwenken wie ein konventionelles Unternehmen und die ökologische Fahne hissen, obwohl wir kein Verständnis dafür haben, was das eigentlich bedeutet. Wir sind bereits den halben Weg der CSE-Zertifizierung auf natürliche Weise gegangen – auch ohne CSE-Leitlinie. Hier geht es ja nicht nur um die Außendarstellung, sondern auch um die innere Transparenz. Wo kann jeder Einzelne etwas machen, um zur Gesamtidee etwas Positives beizutragen? Das ist ja auch eine Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber: Ihnen Entscheidungsfreiheiten geben und sie gleichzeitig in den Gesamtprozess einzubinden.

Wie weit sind Sie denn im Prozess der CSE-Zertifizierung?

Intern haben wir bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich sehr intensiv damit beschäftigt. Wir haben auch einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der mitunter mit dem Prozess beschäftigt ist. Er ist praktizierender Chemikant aber auch maßgeblich für die Zertifizierungen verantwortlich. Auch für mich als Manager gibt es viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Wir haben auch schon eine Struktur erstellt um zu evaluieren, in welchen Bereichen wir noch Informationen zu liefern haben und welche Mitarbeiter jeweils damit betraut werden. Ich habe von Anfang an klar signalisiert, dass wir nur das machen, was für die Mitarbeiter sinnvoll ist. Die Sinnhaftigkeit muss für die Mitarbeiter klar sein und es ist eine Teamaufgabe, sonst macht es sowieso keinen Sinn.

Und wie war das Feedback der Mitarbeiter?

Es soll nichts mit der Brechstange passieren. Wir lassen uns die Zeit, die wir brauchen. Jeder soll seinen Bereich und das was ihm wichtig ist auch einbringen können. Die Ziele, Handlungsanweisungen und nächsten Schritte sollen für alle logisch und nachvollziehbar sein. Wir haben die anstehende CSE-Zertifizierung und die damit einhergehenden Strukturen auch mit der Einführung eines komplett neuen Warenwirtschafts- und Kundenbetreuungssystems kombiniert. Hier haben wir auf Transparenz der Informationen geachtet. Dies war der erste Schritt zu einer offenen Diskussion.
Alles auf der rein administrativen Ebene zu sehen finde ich unzureichend. Wir brauchen in Zukunft Akteure, die sich aktiv und eigenverantwortlich mit gewissen Fragestellungen auseinandersetzen wollen, z.B. welche Prioritätenliste habe ich für meinen Einkauf? Regionalität oder Ökologie, was ist wichtiger? Und das Ganze muss ja auch noch in weiteren Kontext gesetzt werden, z.B. setzen wir eine Zertifizierung der Rohstoffe voraus, oder nicht?

Sie setzen bereits lange auf Transparenz, was Ihre Rohstoffe angeht. Können Sie hierzu etwas sagen?

Dieser Aspekt war uns auch immer sehr wichtig. Wir haben schon immer alle Inhaltsstoffe deklariert. Wenn Die Pharma-, Lebensmittel oder Kosmetikindustrie ihre Inhaltsstoffe angibt, dann machen wir das auch. Mein Eindruck war, dass das Betriebsgeheimnis immer eine Schutzbehauptung war, um dem Kunden nicht zeigen zu müssen, was in den Produkten steckt. Ebenso ist es uns wichtig, vertrauenswürdige und langjährige Partnerschaften zu unseren Lieferanten zu pflegen. Diese sind größtenteils auch in kleineren Strukturen unterwegs. Wir kaufen nur Rohstoffe ein, niemals Fertigwaren oder Halbrohstoffe, wir wollen immer alles selber machen.

Seit wann sind Ihre Produkte nach NCP-Standard zertifiziert?

Seit letzter Woche sind all unsere Produkte NCP zertifiziert. Für uns war wichtig, dass alle unsere Produkte die NCP-Qualität erfüllen und nicht nur die, die eben gerade passen. Deshalb waren wir konsequent, auch wenn es teilweise schon eine Fleißarbeit war, alle Daten zusammenzutragen. Zum Beispiel mussten wir bei einigen Lieferanten noch die Herstellverfahren nachfragen und es gab Probleme mit ein, zwei Rohstoffen.

Meinen Sie, dass die NCP-Zertifizierung im ausländischen Markt noch einen besonderen Stellenwert einnehmen wird?

Auf jeden Fall. Es war für uns ja zunächst ein erster Schritt zu sagen, dass wir all unsere Produkte zertifizieren. Viel wichtiger erscheint mir aus verschiedenen Gründen, dass das gesamte Unternehmen nach CSE zertifiziert ist. Zum einen können wir unseren Vertriebspartnern und neuen Partnern die Sicherheit geben, dass unser gesamtes Handeln und unsere Rohstoffe auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Und das nicht mit einem Label, was aus meiner Sicht irgendwo selbst erfunden ist – denn davon gibt es schon genug – sondern eines, das kritisch hinterfragt. Das nicht nur oberflächlich ist, sondern den gesamten Prozess des Unternehmens mitberücksichtigt. Auf der anderen Seite haben wir ja ohnehin eine ökologische Ausrichtung. Wir könnten uns nur nach der ISO 14001 zertifizieren lassen, aber die ökologische Ausrichtung ist die Seele unseres Unternehmens und das soll natürlich auch im Zertifizierungsprozess und Label Berücksichtigung finden.

Verpackung ist in der Biobranche ja gerade ein heiß diskutiertes Thema, wie steht Tapir dazu?

Plastikverpackung hat uns nie gefallen und wir haben sie immer schon vermieden. Es gibt kein Tapir-Produkt mit Plastikverpackung. Weißblech, Aluminium oder Glas sind für uns recyclefähige und wertige Verpackungen, auch schweißen wir nichts in Plastikfolie ein. Lediglich die Kindersicherheitsverschlüsse sind bei uns aus Kunststoff. Wir haben hierzu aber nie eine Stoffbilanz erstellt oder Ähnliches, es handelt sich bei der Plastikvermeidung um eine philosophische Grundhaltung. Ich bin gespannt, ob sich was ändern wird, wenn wir im Zuge der CSE-Zertifizierung detaillierter in die Produktgruppen reinschauen werden. Aber ich denke eher nicht, dass wir hier viel ändern werden müssen.

Tapir exportiert auch ins Ausland und ist sogar in Japan zu finden. Was bedeutet Handel für Tapir?

Es ist für uns eine wichtige Grundlage, dass wir in andere Länder exportieren. An einer Exportquote von über 40% können wir sehen, dass auch im Ausland die Qualität unserer Produkte gut ankommt. Ganz vorne mit dabei ist Japan, aber auch Österreich und die skandinavischen Länder, sowie viele Nischen und Exoten sind gute Marktplätze für uns. Beim Vertrieb arbeiten wir über Jahre und Jahrzehnte mit den gleichen Importeuren zusammen, welche exklusiv unsere Produkte vertreiben dürfen. Teilweise sind schon freundschaftliche Beziehungen zwischen uns entstanden. Wir warten aber, bis neue Landesvertreter auf uns zukommen und sind nicht aktiv auf der Suche nach Vertriebsstandorten. Zum Beispiel ist Amazon für mich auch ein Vertriebskanal, den ich nicht nutzen möchte. Für unsere Struktur ist das ein No-Go, auch wenn einige Vertriebspartner diesen Kanal nutzen und Amazon selbst bei uns auch schon angefragt hat. Mit Unternehmen, die so agieren wie Amazon, kann man kein langjähriges, freundschaftliches Verhältnis aufbauen, das mögen wir nicht und deshalb machen wir das nicht.

Was sind Ihre aktuellen Projekte und Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Ein wichtiger Prozess ist, dass wir alle natürlichen Rohstoffe in Ökoqualität beziehen wollen. Wir haben schon Ökoqualitäten die wir einsetzen, aber bei manchen Rohstoffen brauchen wir noch Strukturen und auch eventuell Synergien mit anderen Unternehmen. Momentan haben wir zum Beispiel ein staatlich gefördertes Zuckerrohrwachsprojekt, hier wird Zuckerrohrwachs aus Abfallstoffen der Zuckerherstellung gewonnen und für Wasch- und Reinigungsmittel und eventuell für die Kosmetik eingesetzt. Mit der Uni Straubing arbeiten wir an analytischen Basisdaten für die Qualität des Rohstoffs. Hier leisten wir Vorarbeit und hoffen, mit unserer Arbeit einen Markt für einen interessanten Rohstoff zu öffnen. Wir sammeln bereits erste Praxiserfahrungen mit dem Einsatz des Zuckerrohrwachses in unseren Produkten. Dies kann sowohl die Zulieferer als auch die Produzenten dazu animieren, in diesen Rohstoff als Alternative zu investieren.

Auf welchen Messen und Events kann man Sie treffen?

Vor zwei Jahren waren wir auf der Vivaness und werden nächstes Jahr wahrscheinlich wieder da sein. Dort habe ich ja auch die GfaW kennengelernt und habe mich sehr gefreut, dass es die CSE-Zertifizierung gibt.

Arbeitsgruppentreffen (NCS,NCP,CSE) sichert Austausch und Qualität

05/04/2019: Arbeitsgruppentreffen zu den Standards NCP, NCS und CSE war ein voller Erfolg

In Kassel haben erneut die GfaW-Arbeitsgruppen zusammengefunden, um die Aktualität der Standards zu diskutieren. Der Austausch über die Standards fand am 27. Und 28. März im Anthroposophischen Zentrum statt und wurde in diesem Jahr sehr gut besucht. Die Standardgeberin durfte viele neue Unternehmen in den Arbeitsgruppen begrüßen.

Es werden neue Rohstoffe & Verfahren diskutiert

In der AG „Ökologische Rohstoffe“ war erneut die GVO-Thematik ein sehr wichtiges Thema. Die Standardgeberin hatte zu der komplexen Thematik eine Vertreterin des hessischen Umweltministeriums geladen, welche Einblicke in die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Gentechnik gab. Die Arbeitsgruppe besteht aus Nutzern der Produktstandards NCP und NCS und befasst sich insbesondere mit der Auswahl der nachhaltigsten, ökologischen Rohstoffe – regelmäßig werden Rohstoffe und Verfahren aufgenommen oder aber aus dem Standard verworfen. Die Stimmen aus der Arbeitsgruppe waren eindeutig: Der strenge ökologische Ansatz der Standardgeberin ist richtig. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der NATURE THANX-Standard vorgestellt, der Produkte aus der Sparte pflegeunterstützende Kosmetik abdeckt.

Praxisimpulse aus Unternehmen für Unternehmen

Die Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigkeit“ setzt sich aus Vertretern von Unternehmen zusammen, die den Standard CSE nutzen und somit zu den nachhaltigsten Unternehmen weltweit gehören. Am 28. März wurden interne Inhalte zum Standard besprochen, die die Usability des CSE-Standards zukünftig deutlich erleichtern werden. Zu diesem Zweck wurde auch die Grundstruktur der Gliederung des CSE-Standards umgestellt. Durch das CSE-Unternehmen ANNEMARIE BÖRLIND hat die Arbeitsgruppe einen wertvollen Input zum Thema nachhaltige, recycelte Verpackungen erhalten. Im Anschluss an den Vortrag gab es eine rege Diskussion über die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung alternativer Verpackungsmaterialien und der Einführung von Pfandsystemen.

Die Stimmung auf beiden Treffen war sehr produktiv und familiär. Alle Teilnehmer eint das gleiche Bestreben möglichst ökologische und wertvolle Produkte anzubieten. Obwohl die GfaW letztendlich die Inhalte der Standards bestimmt, sind diese Treffen und der Meinungsaustausch sehr wichtig, um Synergieeffekte aus dem Fachwissen Aller zu erhalten.

Die GfaW dankt allen Besuchern für die interessanten Wortbeiträge und Impulse.

In Kürze folgt eine Pressemeldung mit genaueren Ausführungen der Ergebnisse.

Verbraucher und Siegel

08/03/2019: Unser Fazit zur Utopia-Studie – Bekanntheit und Vertrauen in Siegel

Das Verbrauchermagazin Utopia hat jüngst eine Studie zu Siegeln veröffentlicht. Grund genug für die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik sich die Ergebnisse genauer anzuschauen und ein paar Schlüsse zu ziehen.

Konsumenten werden kritischer

Das Beste gleich zu Anfang: „Bio allein reicht nicht mehr aus“ – so das Fazit der Studie. Dies bedeutet, dass bewusste Konsumenten genauer hinschauen und sich weitere Kriterien wünschen. Hier wird unser Siegel für Nachhaltigkeit „CSE“ in Zukunft hoffentlich auf viele offene Augen stoßen: CSE kennzeichnet Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften und ihr Kerngeschäft mit ökologischen Erzeugnissen machen. Auf einen Blick sind ökologische, soziale und wirtschafts-ethische Aspekte gleichermaßen abgedeckt. Durch strengste Mindestanforderungen im Standard erhält der Verbraucher bei CSE-Produkten richtig nachhaltige Produkte.

Viele Siegel sind verwirrend genug, aber was verbirgt sich dahinter?

Viele Verbraucher sind durch die Labelflut überfordert, weil sie nicht genau wissen, was oder wer sich hinter den Labeln steht. Obwohl viele angeben sich zu informieren, beweisen google-Suchanfragen das Gegenteil. Dabei ist dem Verbraucher und der Verbraucherin auch besonders wichtig, wer sich hinter dem Siegel verbirgt, wer also der Standardgeber ist. Dabei wissen viele Verbrauchen nicht, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen echten Siegeln (welche durch Dritte geprüft werden) und Markensiegeln (die durch die Hersteller selbst entwickelt werden) gibt. Am wichtigsten ist den Verbrauchern, dass ihm/ihr die Kriterien bekannt sind. Die GfaW kommt diesem Wunsch nach: Die kompletten Standards sind auf unserer Website einsehbar. Zudem erklären wir die wichtigsten Kriterien verbraucherfreundlich auf den einzelnen Seiten.

Siegel – aussagekräftige Namen und Symbole schaffen Vertrauen

Erfreulich für die GfaW: Utopia hat herausgefunden, dass Namen von Siegeln, die selbsterklärend sind höheres Vertrauen genießen. Mit unseren Markennamen und Logos liegen wir hier genau richtig.
Der Standard für Nachhaltigkeit CSE (Sustainability Economics and Management) zeigt im Logo den Schriftzug „geprüft nachhaltiges Unternehmen“. NCP (Nature Care Product) sagt direkt etwas über die Produktqualität aus. Und auch NCS (Natural Cosmetics Standard) hilft bei der Einschätzung der Produkteigenschaften. Die GfaW unterstützt Verbraucher zudem bei der Entscheidungsfindung indem es NCP und NCP mit der Zusatzkennzeichnung „vegan“ gibt.
Wir werden uns als Standardgeber mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und ethisches Wirtschaften weiterhin dafür einsetzen, dass nachhaltige Produkte für den Verbraucher erkennbar werden. Dazu muss der Verbraucher zunehmend verstehen lernen, dass nachhaltige Produkte und Dienstleistungen nur aus den Händen eines nachhaltigen Unternehmens stammen können.

Die Studie von Utopia steht hier zum Download zur Verfügung.

GfaW nach CSE Zertifiziert WP

26/02/2019: PRESSEMELDUNG Den eigenen Standard erfüllt: Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik lässt sich auf Nachhaltigkeit prüfen

Bestanden! – Mit Erfolg hat sich die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW) den anspruchsvollen Kriterien ihres eigenen Nachhaltigkeits-Standards CSE gestellt. Nach der Zertifizierung durch die unabhängige Kontrollstelle Eco-Control fügt sich die Standardgeberin somit in die Reihe der weltweit nachhaltigsten Unternehmen ein.

„Wir praktizieren mit unserer Kernkompetenz im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens natürlich schon lange und konsequent die Erfordernisse des CSE-Standards. Dennoch ist es auch für uns eine besondere Herausforderung, von dritter Stelle daraufhin geprüft zu werden“, erklärt Geschäftsführerin Sophie von Lilienfeld-Toal. „Mit CSE haben wir ein hervorragendes Werkzeug zum Messen von Nachhaltigkeit in allen Dimensionen entwickelt. Nun haben wir es in der Praxis selbst getestet und sind sehr zufrieden“.

Bei den Vorbereitungen sei der GfaW der selbst erarbeitete Leitfaden eine große Unterstützung gewesen und habe sich als Instrument für interessierte Unternehmen bewährt. Die weitere Digitalisierung in diesem Bereich stehe zur weiteren Vereinfachung des Prozesses bevor. „In eine möglichst einfache, praktikable Umsetzung der Zertifizierung werden wir auch künftig unser Know-How und unsere Energie stecken“.

CSE gilt weltweit als Label von höchstem Niveau und vereint die Pioniere nachhaltigen Wirtschaftens unter einem Siegel. Der Standard steht mittlerweile für alle Branchen zur Verfügung, die GfaW ist der dritte Dienstleister unter den zertifizierten Unternehmen.

Nachhaltigkeit auf der Biofach 2

20/02/2019: GfaW auf der BIOFACH 2019

Was gibt es Neues im Bereich ökologischer Landwirtschaft, Ernährung und natürlich auch Kosmetik? Als Standardgeber sind wir nicht nur wissbegierig, wir möchte auch Impulse setzen und Weichen stellen für den Ausbau einer zukunftsfähigen Wirtschaft.

Alljährlich repräsentiert die GfaW mit einem eigenen Stand nicht nur die strengste Nachhaltigkeitszertifizierung CSE (Certified Sustainable Economics), sondern auch die bekannten Produktstandards NCS (Natural Cosmetics Standard) und NCP (Nature Care Product Standard) auf der Weltleitmesse.

CSE ist derzeit der strengste Ansatz für zertifizierte Nachhaltigkeit

Zusätzlich zu informativen Gesprächen mit Geschäftskunden und Verbänden wurden wir gebeten, den CSE Standard dem Fachpublikum vorzustellen. Im Rahmen der Veranstaltung „Betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement, wie finde ich mich im Methoden-Dschungel zurecht?“ wurde CSE neben anderen Methoden der Unternehmensbewertungen und deren Außenwirkung im Sinne der Kundenkommunikation präsentiert.

Die Biobranche befasst sich zunehmend mit dem Gedanken, nicht nur ihre Produkte auf Bioqualität zu prüfen, sondern auch Nachhaltigkeit systematisch zu erfassen und zu bewerten. Wir begrüßen sowohl das große Interesse an diesem Thema als auch die verschiedenen Ansätze, die sich in letzter Zeit durchgesetzt haben. Mit einem jährlichen Audit durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle sowie hohen Mindestkriterien (wie z.B. Anforderungen an das Geschäftsmodell, das Sortiment, die Löhne oder den Ressourceneinsatz) ist CSE derzeit der strengste Ansatz. Als Auszeichnung dürfen nur jene Unternehmen das Siegel tragen, die die hohen Anforderungen erfüllen, z.B. Sonett, Aries oder  RMPSL .

Wie auch im Vorjahr waren wichtige Themen die GVO-Problematik sowie die Möglichkeiten und Grenzen von Verpackungslösungen. Es war eine Freude zu sehen, dass sich sowohl alte als auch junge Unternehmen mit Verpackungen auseinandersetzen und es in der Biobranche zunehmend normal ist, einen Ansatz zur Vermeidung, Wiederverwendung oder Nutzung abbaubarer Alternativen zu wählen.

Nachhaltigkeit erkennen - aber wie?

10/02/2019: Nachhaltigkeit erkennen – aber wie? Einladung zu ersten Nachhaltigkeits-Symposium in Gelnhausen

Die kostenfreie Veranstaltung von UnternehmensGrün und der GfaW bietet neue Einblicke in die Welt des nachhaltigen Konsums

Wer kennt diese Überforderung nicht: Der Einkauf soll möglichst umweltschonend sein, doch was sollte ich dabei beachten? Kann ich denn überhaupt alles beachten? Welche Kriterien sind wichtig und gibt es Prioritäten?
Was unterscheidet echte Nachhaltigkeit von Scheinlösungen und eventuellen Marketingstrategien?

Auf dem ersten Gelnhäuser Nachhaltigkeits-Symposium widmen sich vier Experten diesen spannenden Fragen. Die Aktivistin und Ecoropa Präsidentin Christine v. Weizsäcker startet mit ihrem Vortrag: „Nachhaltigkeit beeinflusst unser Leben“. Anschließend referiert Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, zum Thema „Wahre Preise für faire Märkte“. Sophie von Lilienfeld-Toal, Geschäftsführerin der GfaW, widmet sich dem Thema „Sinn und Unsinn von Siegeln – wie blick ich da noch durch?“ Die Vortragsrunde wird von Prof. Thomas Köbberling mit dem Vortrag „Ernährung und Verpackung: Die Wende beginnt vor Ort“, abgeschlossen.

Das erste Gelnhäuser Nachhaltigkeits-Symposium informiert über Hintergründe eines am Gemeinwohl ausgerichteten Wirtschaftens und gibt praktische Hilfen für eine klare Orientierung zwischen Scheinlösungen und echtem Einsatz zum Schutz von Mensch und Erde.

Datum: 09.03.2019 | 09:00-13:00 Uhr
Ort: Stadthalle Gelnhausen – Philipp-Reis-Strasse 11, 63571 Gelnhausen

Anmeldung und Programm

Biofach 2019 GfaW stellt ihre Definition von Nachhaltigkeit vor (CSE)

28/01/2019: CSE-Ansatz zur Bewertung und Kommunikation unternehmerischer Nachhaltigkeit auf der Biofach vor

Unternehmerische Nachhaltigkeit braucht eine allgemeingültige Definition

Dies ist seit jeher Ansatz des CSE Certified Sustainable Economics Standards, der weltweit strengsten Zertifizierung für Nachhaltigkeit. Wie bei einem Bio-Siegel, muss auch bei einem Nachhaltigkeits-Siegel geprüft nachgewiesen werden, dass Nachhaltigkeit im Produkt steckt. Herausfordernd ist hierbei, dass Nachhaltigkeit nicht nur auf physikalischer Ebene stattfindet. Somit muss in die Definition und damit auch in die Prüfung das gesamte Geschäftsmodell inklusive Management einbezogen werden. CSE bietet mit seinen Bestandteilen eine Definition an und kommt durch die Zertifizierung der zahlreichen Kriterien der Herausforderung nach.

Nachhaltig messen und bewerten – Kernfrage für Unternehmen aus der Biobranche

Die Biobranche stellt zunehmen fest, dass „bio“ allein nicht mehr ausreicht um den ehemaligen Vorsprung der Branche zu halten. Unternehmen, die Nachhaltigkeit nicht nur auf der Ebene ökologischer Erzeugnisse umsetzen, sind aufgerufen sich neu zu positionieren und den Vorsprung zu kommunizieren. Am Donnerstag stellt die GfaW auf der Biofach ihren CSE-Ansatz im Rahmen der Veranstaltung „Betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement, wie finde ich mich im Methoden-Dschungel zurecht?“ vor. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen und diese messen und bewerten wollen. Es gibt hierzu eine Handvoll Methoden, die sich in ihrem Ansatz deutlich unterscheiden. Im Plenum erhalten die Besucher einen ersten Überblick über die verschiedenen Methoden der Nachhaltigkeitsbewertung und Dokumentation (Zielsetzung, Geltungsbereich, Differenzierungsmerkmale). Im Foyer besteht dann die Möglichkeit, sich direkt mit den Vertretern der jeweiligen Ansätze auszutauschen und Näheres zu erfahren.

CSE – Nachhaltigkeit messen, prüfen und kommunizieren

Die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE fordert das Einhalten hoher Mindeststandards. Diese müssen dann von einer dritten, unabhängigen Kontrollstelle geprüft werden. Mit der der Zertifizierung erwerben die geprüften Unternehmen die Berechtigung das CSE-Siegel zu nutzen und seine Produkte damit zu kennzeichnen. So kann der, durch den Labeldschungel geforderte Verbraucher, mit einem Blick auf das Produkte erkennen, dass alle Nachhaltigkeitsaspekte (Ökologie, Soziales und Ökonomisch) eingehalten wurden.

CSE umfasst somit sowohl das Vorhandensein eines konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftsmodells, die Prüfung durch eine Kontrollstelle sowie die Kommunikationsmöglichkeit einer überdurchschnittlichen Nachhaltigkeitsperformance.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 14.02.2019 von 10 bis 12 Uhr im Raum Seoul statt.

Die GfaW freut sich Sie auf der Biofach kennenzulernen. Außerhalb des Forums, finden Sie die GfaW in der Halle 7A, Stand 232.

NCP ökologische Spielsachen-12

18/12/18: PRESSEMELDUNG Ökologisches Spielzeug – mit NCP auf Nummer sicher

Den Kindern nur das beste: Das erste ökologisch zertifizierte Spielzeug ist auf dem Markt. Vorreiter ist „neogrün“, ein auf natürliche, schadstofffreie Produkte ausgerichtetes Start-up aus Sachsen-Anhalt, mit seinen Fingerfarben und Kneten. Das verwendete Qualitätssiegel „Nature Care Product“ (NCP) macht Herstellern umweltfreundlicher Produkte für die Kleinen eine klare, glaubwürdige Kennzeichnung möglich und unterstützt damit Eltern bei der Auswahl.

Der von der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik entwickelte Standard für ökologische Alltagsprodukte setzt damit nun auch im Bereich Spielwaren seine anspruchsvollen Maßstäbe: natürliche Inhaltsstoffe, umweltschonende Herstellung und Verpackung, unabhängige Prüfung sowie hohe Transparenz.

Die meisten Alltagsgegenstände werden heute noch in Niedriglohnländern produziert, wo die eingesetzten Substanzen eine unabsehbare Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Gerade bei Spielzeug, mit dem Kinder intensiv in Berührung kommen, muss ausgeschlossen sein, dass gefährliche Bestandteile in den Körper gelangen. Immer mehr Eltern sind daran interessiert, die Inhaltsstoffe der jeweiligen Produkte zu kennen.
Noch gibt es wenig gesetzliche Vorgaben oder Hinweise darauf, ob ein Spielzeug wirklich ungefährlich ist. Die EU-Spielzeugrichtlinie EN 71 verbietet zwar krebserregende Stoffe, steht aber auch in der Kritik: Sie reguliert zwar die zugelassenen Komponenten und deren Maximalanteile, garantiert allerdings nicht die vollständige Schadstofffreiheit eines Spielzeuges. So sind beispielweise auch Parabene, Azofarbstoffe und Petrochemikalien zugelassen.

NCP bietet eine deutlich über diese Festlegungen hinaus gehende Orientierung für Eltern und Familien. Nur Inhaltsstoffe aus natürlichen Quellen sind zugelassen, gesundheits- und umweltschädliche Verbindungen werden kategorisch ausgeschlossen – kein Mikroplastik, Silikon usw. im Produkt. Hinzu kommen weitere klare Maßgaben: Keine Tierversuche, keine Gentechnik und Verpackungen sind auf ein Minimum reduziert.

So schließt der umfassende Standard eine wichtige Regulierungslücke im Non-Food-Bereich und kennzeichnet ökologische Produkte, die möglichst natürlich hergestellt sind und die Umwelt minimal belasten. Mit ihrer jahrelangen Expertise bietet die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik Spielwaren-Herstellern an, sich beraten und ihre Produkte zertifizieren zu lassen – und ihre Erfahrungen in die Arbeitsgruppe „ökologische Rohstoffe“ einzubringen.