Arbeitsgruppe "Lebendige Nachhaltigkeit" trifft sich um CSE-Standard zu besprechen

01/04/2010: Lebendige Nachhaltigkeit trifft sich in Kassel

Unsere Erfahrung bestätigt jedes Jahr aufs neue: Es gibt nichts, das so wertvoll ist, wie der persönliche Austausch mit Praktikern und Nachhaltigkeitspionieren. Auch in diesem Jahr trafen sich die Teilnehmer der AG „Lebendige Nachhaltigkeit“ im anthroposophischen Zentrum in Kassel, um Wichtiges rund um den Standard für Nachhaltigkeit – CSE – zu besprechen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fand das Treffen in kleinerer Runde als geplant statt. Dafür wurde die Veranstaltung aufgezeichnet und die Aufnahme steht allen CSE-Unternehmen zu Verfügung.

Das diesjährige Arbeitsgruppentreffen stellte insbesondere die Themen Klimaneutralität und ethisches Finanzwesen in den Fokus.

Letzteres ist bereits im allerersten CSE-Standard aus dem Jahr 2011 fest verankert. Da sich jedoch momentan sehr viel in diesem Bereich bewegt, sollen nun weitere Details Einzug in den Standard halten. Marcel Heyken von CP-Consultingpartner gab hierzu einen Überblick über die jüngsten Geschehnisse aus dem Finanzsektor sowie die gelebte Praxis in Finanzinstituten. Im Anschluss ergab sich ein Gespräch über die Möglichkeiten und Grenzen einer Implementierung von weiteren Kriterien aus dem Bereich ethisches Finanzwesen in den Standard.

Auch Klimaneutralität hält zunehmend Einzug in die Alltagspraxis von Unternehmen. Was Klimaneutralität genau bedeutet und inwiefern es sich hier auch um ein „Freikaufen“ handeln kann, war in diesem Jahr detailliert zu klären. Hierzu gab Inka Sachse von soil&more wertvollen Input zum Thema Emissionsmessung und -Reduktion der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten. Da viele nach CSE-Standard geprüfte Unternehmen landwirtschaftliche Ressourcen verarbeiten, bestehen hier große Reduktionspotentiale. Aber auch unternehmensbezogene Emissionen müssen reduziert oder kompensiert werden. Das Thema wurde durch die AG-Teilnehmer sehr genau erläutert und ein Vorschlag für den Nachhaltigkeitsstandard CSE erarbeitet.

Der Begriff „klimaneutrales Unternehmen“ ist ab sofort im Standard exakt definiert, ferner auch der Umgang eines CSE-Unternehmens mit Emissionen.

Wie gewohnt gab es auch Raum für den offenen Erfahrungsaustausch . Zudem wurde auch die aktuelle Software CSE-STAR besprochen, welche das Erheben, Messen und Bewerten der Nachhaltigkeit digital ermöglicht und das CSE-Audit vereinfacht. Alle Teilnehmer zeigten sich zufrieden mit der Digitalisierung und den damit einhergehenden Erleichterungen im Nachhaltigkeitsmanagement.
Trotz der schwierigen Bedingungen war das Arbeitsgruppentreffen wie gewohnt fruchtbar. Die Diskussionen und Beiträge haben dazu beigetragen, dass der CSE-Standard topaktuell und gleichzeitig praxistauglich anwendbar ist. Im Nächsten Jahr findet die AG wieder im Frühjahr statt.

Nachhaltigkeit auf der Biofach

19/02/2020: Mit einem Nachhaltigkeitstool auf der Biofach

Auf der Biofach bzw. Vivaness repräsentiert die GfaW mit ihrem eigenen Stand die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE (Certified Sustainable Economics) sowie die bekannten Produktstandards NCS (Natural Cosmetics Standard) und NCP (Nature Care Product Standard). Rund 25 Unternehmen, die nach unseren Standards geprüft werden, waren ebenfalls auf der Messe vertreten.

In diesem Jahr wurde auch das neue Software-Tool CSE-STAR vorgestellt. Alle an Nachhaltigkeit orientierten Unternehmer*innen konnten sich am Stand einen ersten Überblick über das Tool verschaffen. Das Interesse am Nachhaltigkeitsstandard CSE und der neuen digitalen Version und Erweiterung (CSE-STAR) hat zu den Vorjahren deutlich zugenommen – was impliziert, dass sich Nachhaltigkeit immer weiter zum Leitmotiv entwickelt.

Das Thema Verpackung war in diesem Jahr wieder in aller Munde. Die Umstellung auf Rezyklat oder zumindest die Minimierung des Kunststoffeinsatzes wird von vielen Unternehmen zielstrebig angepackt. Natürlich erwarten ökologisch motivierte Verbraucher*innen ressourcenschonende Verpackungen und die Qualität der Verpackung lässt sich gut am PoS kommunizieren. Aus einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsperspektive wäre es erfreulich, wenn die Diskussion um das Thema Plastik auch auf andere Unternehmensbereiche wie Einkauf und Logistik ausgeweitet werden würde.

Unsere Kunden Sonett GmbH, ULRICH natürlich und SODASAN Wasch- und Reinigungsmittel GmbH beteiligten sich unter anderem in der Gesprächsrunde „Unverpackte Wasch- und Reinigungsmittel im Handel: Wie kann das gehen? Unternehmen tauschen sich aus“ am Thema Verpackung.

Interessant und motivierend war eine Session vom Bundesverband der grünen Wirtschaft, Alnatura, einhorn products GmbH und Taifun-Tofu zum Thema: Entrepreneurs For Future, welchen Stellenwert hat Corporate Political Responsibility (CPR) für die Biobranche?  Hier wurde deutlich, dass zunehmend mehr Unternehmen sich als aktive Akteure und Influencer verstehen wollen und diese Rolle mit Verantwortung und Herz übernehmen.

 

CSE-STAR Nachhaltigkeit messen, bewerten und kommunizieren

17/02/2020: PRESSEMELDUNG The STAR is born – Nachhaltigkeit umsetzen per Mausklick

GfaW startet nutzerfreundliches Tool für CSE-Zertifizierung und Kommunikation

Nachhaltigkeit zielorientiert und effizient umzusetzen fordert Unternehmen nach wie vor heraus. Komplizierte ISO-Vorschriften, unterschiedliche Qualitätsmaßstäbe und kritische Konsumenten stellen hohe Ansprüche. Trotz zahlloser Leitlinien zur Berichterstattung fehlt oft die zentrale Schaltstelle für ein konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement.

Mit ihrem Sustainability Tool for Assessment and Reporting (STAR) hat die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ein komfortables und gleichzeitig in der Handhabung anwenderfreundliches Werkzeug entwickelt.Nachhaltigkeit zielorientiert und effizient umzusetzen fordert Unternehmen nach wie vor heraus. Komplizierte ISO-Vorschriften, unterschiedliche Qualitätsmaßstäbe und kritische Konsumenten stellen hohe Ansprüche. Trotz zahlloser Leitlinien zur Berichterstattung fehlt oft die zentrale Schaltstelle für ein konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement.

Mit ihrem Sustainability Tool for Assessment and Reporting (STAR) hat die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ein komfortables und gleichzeitig in der Handhabung anwenderfreundliches Werkzeug entwickelt.Das CSE-STAR erhebt, misst, bewertet und berichtet den Status Quo und die Entwicklung der Nachhaltigkeit im Unternehmen. Die Leistungen werden komprimiert, transparent und Erfolge einfach kommunizierbar.

Das CSE-STAR

• begleitet Unternehmen von den ersten Schritten bis zur Zertifizierung ihrer Nachhaltigkeit

• macht Nachhaltigkeitsleistungen greifbar durch eine praxisorientierte Gliederung

• bietet verständliche Arbietsabläufe durch verständliche Sprache

• sorgt für sicheres Datenmanagement und jährliche Erfolgskontrolle

• unterstützt bei der Einführung eines Qualitätsmanagements nach ISO 14001:2015

Nachhaltigkeitsmanagement, -bericht und -zertifizierung aus einem Guß

Nachhaltigkeit bleibt ein Prozess. Das STAR unterstützt bei den ersten Schritten wie etwa der Einführung eines Umweltmanagements oder dem Anlegen eines QM-Handbuches. Jederzeit kann aus den Eingaben zu den einzelnen Kriterien ein  Nachhaltigkeitsbericht generiert werden, ergänzt durch eine anschauliche grafische Darstellung – natürlich in Sternform.

CSE-STAR Nachhaltigkeitsmanagement, -bericht und -zertifizierung aus einem Guß

CSE-STAR Nachhaltigkeitsmanagement, -bericht und -zertifizierung aus einem Guß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erreicht das Unternehmen eine überdurchschnittliche Nachhaltigkeitsperformance, liegt eine Zertifizierung nahe. Das STAR führt letzendlich zum weltweit anspruchsvollsten Nachhaltigkeitsstandard: Certified Sustainable Economics (CSE).Dessen Kriterien sind die Grundlage für Prüfung und Bewertung. Das für CSE notwendige Audit wird von der Software maßgeblich vereinfacht, indem die erarbeiteten Ergebnisse direkt an die akkreditierte Zertifizierungsstelle übermittelt werden können.

Einfache Unterstützung für komplizierte Vorgaben

Weiteres Plus: Das STAR überwindet die oft komplizierte und formale Sprache vieler Verordnungen und Vorgaben. In einfacher Sprache werden die Kriterien abgefragt. Erläuternde Hinweise und Beispielvorlagen zum Herunterladen (zum Festlegen des Anwendungsbereichs, Checklisten für interne Audits, Vordrucke für Dokumente, Managementbewertung usw.) erleichtern die Beantwortung zusätzlich. Um den unmittelbaren Vergleich zu ermöglichen, bietet das Tool zudem Verweise zu Kriterien anderer Berichterstattungssysteme (DNK, CSR, GWÖ, GRI, GC und SDG).

Eine Bearbeitung über die STAR-Software kann von verschiedenen Personen vorgenommen und an beliebigen Punkten unterbrochen werden. Aus einer Übersicht geht später hervor, welche Fragen noch Be- oder Nacharbeitung erfordern. GfaW-Geschäftsführerin Sophie von Lilienfeld: “Wir möchten Unternehmen eine Zertifizierung so einfach wie möglich machen. Denn Nachhaltigkeitsbemühungen sollen auf keinen Fall an Verständnisproblemen und Formalien scheitern.”

 

 

BÖRLIND CSE-Kommunikation

23/09/2019: CSE bei BÖRLIND – eine Zusammenfassung

Was bedeutet CSE für ein Unternehmen und wie kann man die Komplexität der CSE-Unternehmenszertifizierung für Nachhaltigkeit an die Mitarbeiter und Stakeholder kommunizieren?

Wir waren zu Besuch bei BÖRLIND und haben dort einen Vortrag zum CSE gehalten. Herausgekommen ist eine geniale FAQ-Zusammenfassung, welche wir hier mit freundlicher Genehmigung der BÖRLIND GmbH veröffentlichen dürfen.

Die Zusammenfassung ist auch hier als Download verfügbar.

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CSE-Zertifizierung

1. Für was steht die Abkürzung CSE?

CSE steht für Certified Sustainable Economics. Dies bedeutet übersetzt „zertifiziert nachhaltiges Wirtschaften“. CSE ist ein Qualitätsstandard nachhaltiger Unternehmensführung.

2. Welche Unternehmung oder Gesellschaft vergibt das CSE-Siegel?

Das Siegel wird von der GfaW (Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik) vergeben. Die GfaW ist Standardgeber für Produktzertifizierungen und Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeitszertifizierung für Unternehmen.

Die vom CSE-Standard zugelassenen Zertifizierungs- und Kontrollstellen arbeiten gemäß ISO 17065. Die Koordination der Zertifizierung sowie die Ausstellung des Zertifikates erfolgen durch die weltweit tätige Inspektions- und Zertifizierungsstelle EcoControl GmbH. EcoControl führt neben der CSE-Zertifizierung auch Zertifizierungen für NaTrue, Demeter etc. durch.

Gleichzeitig wird auch EcoControl von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle überprüft, was deren Seriosität unterstreicht.

3. Seit wann ist BÖRLIND zertifiziert durch CSE?

Seit 2012 gehört die BÖRLIND GmbH zu den durch CSE zertifizierten Unternehmen.
Zuvor waren die Produkte der BÖRLIND GmbH mit dem EcoControl-Siegel gekennzeichnet. Diese Zertifizierung bezog sich ausschließlich auf die Produkte und die Unternehmenswerte.

4. Welche Bereiche werden durch CSE zertifiziert?

Das CSE-Siegel zeichnet nicht nur die Produkte aus. Alle Firmenaktivitäten werden gemäß den drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales) einer fortlaufenden Kontrolle unterzogen. Von den Inhaltsstoffen über den Umgang mit Abwasser und Abfall sowie die Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeiter werden sämtliche Handlungsfelder des Unternehmens überprüft. Die Überprüfung geht über die firmeneigenen Aktivitäten hinaus und untersucht auch die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Lieferanten. Aus diesem Grund werden die Lieferanten der BÖRLIND GmbH regelmäßig zu ihren Nachhaltigkeitsmaßnahmen befragt und angehalten diese zu optimieren.

5. Welche Kriterien hat CSE bezüglich der Inhaltsstoffe für Naturkosmetik?

Die gängigen Naturkosmetik-Siegel wie BDIH etc. bestätigen, dass das Kosmetikprodukt auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe entwickelt wurde. Hierbei gibt es jedoch Unterschiede bei den Siegeln in Bezug auf die zugelassenen Inhaltsstoffe. So erlauben manche Siegel den Einsatz von tierischen Inhaltsstoffen wie Karmin oder Seide, wogegen sich die BÖRLIND GmbH ausspricht. Diese Unterschiede stellen die Einordnung in die Kategorie „Naturkosmetik“ nicht in Frage. Auch CSE hat Kriterien bezüglich der Inhaltsstoffe von Naturkosmetik festgelegt. So müssen mindestens 75% der hergestellten Masse einem der gängigen NaturkosmetikStandards entsprechen. Auch dürfen in keinem Produkt gentechnisch veränderte oder Stoffe mit petrochemischen Anteilen enthalten sein. Es müssen bevorzugt Stoffe aus bio-zertifiziertem Anbau oder aus Wildsammlungen eingesetzt werden. Dies gibt die Grundanforderungen an Naturkosmetik wieder.

6. Wie oft muss ein Unternehmen die CSE-Zertifizierung durchlaufen?

Einmal pro Jahr erfolgt ein Audit durch die Inspektions- und Zertifizierungsstelle EcoControl. Bei diesem Audit wird nicht nur überprüft, ob die vorgegebenen Nachhaltigkeits-Standards eingehalten werden, sondern auch ob sich das Unternehmen weiterentwickelt hat. Die im Vorjahr angegebenen Verbesserungsmaßnahmen müssen umgesetzt worden sein. Des Weiteren ist das Unternehmen verpflichtet, sich Nachhaltigkeits-Ziele für das Folgejahr zu setzen und diese nachweislich einzuhalten.

7. Was sind die Vorteile von CSE?

Das CSE-Siegel zeichnet Unternehmen samt ihrer Produkte als nachhaltig aus. Endverbraucher finden das CSE-Siegel auf den Produkten von ANNEMARIE BÖRLIND. Somit kann am Produkt erkannt werden, dass dies von einem zertifiziert nachhaltigen Unternehmen stammt. Mit der Zertifizierung wird die Nachhaltigkeit nicht nur gelebt, sondern durch ein unabhängiges Institut geprüft und bestätigt. Dies schafft Transparenz gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

CSE geht weit über übliche Naturkosmetik- und Nachhaltigkeits-Darstellungen hinaus. Die CSE-Richtlinien geben vor, dass nicht nur die Produkte, sondern das ganze Unternehmen und dessen Aktivitäten jährlich überprüft werden. Hierbei gilt es die jeweiligen CSE-Anforderungen zu 100 Prozent zu erfüllen. Darüber hinaus ist für den erneuten Erhalt des Siegels nicht nur die Erfüllung des Standards Voraussetzung, sondern eine ständige Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit.

Das CSE-Siegel wurde von www.label-online.de, der Verbraucher Initiative e.V. (Bundesverband) als „besonders empfehlenswert“ eingestuft. Geprüft wurden Anspruch, Unabhängigkeit, Kontrolle und Transparenz.

8. Was sind die Nachteile von CSE?

Der Nachteil von CSE liegt in der geringen Bekanntheit des Siegels. Das liegt unter anderem daran, dass bisher nur wenige Unternehmen dieses Siegel tragen, da die Richtlinien für den Erhalt des CSE-Siegels sehr streng sind.

9. Ist CSE eine international anerkannte Zertifizierung?

Das CSE-Siegel ist international anerkannt. Die BÖRLIND GmbH erhält das Zertifikat sowohl in Englisch als auch in weiteren Sprachen.

10. Welche anderen Unternehmen tragen das CSE-Siegel?

Bisher sind 10 europäische Unternehmen mit dem CSE-Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet. Darunter der Wasch- und Reinigungsmittel-Hersteller Sonett sowie die Kosmetikmarke Farfalla. Auch ein Landschaftsarchitekt sowie eine Unternehmensberatung sind zertifiziert.

11. Ist DADO SENS DERMACOSMETICS auch CSE-zertifiziert?

Die Zertifizierung durch CSE bezieht sich sowohl auf die BÖRLIND GmbH mit der Marke ANNEMARIE BÖRLIND – Natural Beauty als auch auf die DADO-cosmed GmbH mit der Marke DADO SENS DERMACOSMETICS.

12. Möchte BÖRLIND sich in Zukunft zusätzlich mit gängigen Siegeln wie NATRUE oder COSMOS zertifizieren lassen?

Eine Vielzahl der Börlind-Produkte entsprechen den Richtlinien der neuform oder sind BDIH- oder NCS-zertifiziert. Dies ist auch erforderlich, um den CSE-Richtlinien zu entsprechen. Diese verlangen, dass mindestens 75% der hergestellten Produktmasse einem für die Branche existierenden Produktstandard (NaTrue, COSMOS, BDIH, Ecocert, Soil Association, Cosmébio, ICADA, demeter, naturland, Vivaness 2011, VO über Naturkosmetik gemäß Österreichischen Lebensmittelbuchs, NCS) entsprechen. Jedoch verzichtet das Unternehmen bewusst auf eine Auslobung der Produktzertifizierung, da sie das CSE-Siegel als höheren Wert ansieht.

13. Ist ANNEMARIE BÖRLIND durch das CSE-Siegel zertifizierte Naturkosmetik?

Der Begriff „Naturkosmetik“ ist gesetzlich nicht geschützt. Aus diesem Grund bedienen sich die Hersteller von Naturkosmetik-Siegeln wie COSMOS, NaTrue, Ecocert etc. Besetzt ist der Begriff „zertifizierte Naturkosmetik“ von Naturkosmetik-Standards, die sich im Groben auf folgende Richtlinien geeinigt haben: Die Produkte sind frei von Erdölderivaten, PEGs, Silikonen, Mikroplastik und Parabenen. Dies gilt selbstverständlich auch für die Produkte der BÖRLIND GmbH. Für die BÖRLIND GmbH geht der Begriff „Naturkosmetik“ über den Fokus auf die Produkte hinaus. Naturkosmetik bedeutet nicht nur auf die Inhaltsstoffe zu achten, sondern auf das gesamte Unternehmen und dessen sozio-ökologische Grundhaltung. Daher sind die Produkte der BÖRLIND GmbH nachhaltig zertifizierte Naturkosmetik nach CSE.

14. Unternimmt die BÖRLIND GmbH weitere Aktivitäten im Sinne der Nachhaltigkeit?

Die nachhaltigen Aktivitäten der BÖRLIND GmbH übersteigen die Richtlinien von CSE. So wird jährlich ein Corporate Carbon Footprint erstellt. Dieser CO2-Ausstoß wird vom Unternehmen durch die Investition in ein Projekt zur Aufbereitung des Trinkwassers in Kambodscha kompensiert. Mithilfe des Projekts können Wasserfilter eingesetzt werden, die das Schlagen von Feuerholz für das Abkochen des Wassers erübrigen. Somit ist die BÖRLIND GmbH klimaneutral. Zudem engagiert sich das Unternehmen in zahlreichen anderen sozio-ökologischen Projekten. Hierbei liegt der Fokus auf Projekten, die im Zusammenhang mit den Kosmetikprodukten stehen. Hieraus sind Engagements wie Jojobaöl aus Namibia, Aloe vera aus Guatemala oder Rosenkirschöl aus Nepal entstanden. Ebenfalls ist die BÖRLIND GmbH Mitglied im FONAP (Forum Nachhaltiges Palmöl). Dieses versucht den Einsatz von 100% nachhaltigem Palm(kern)öl in allen Branchen zu etablieren.

Nachhaltigkeit auf dem Branchenkongress

04/09/2019: 12. Naturkosmetik Branchenkongress am 24. und 25. September 2019 in Berlin

Wer Naturkosmetik sagt, muss zukünftig auch nachhaltige Werte zeigen

„Authentisch und innovativ in die Zukunft“
12. Naturkosmetik Branchenkongress am 24. und 25. September 2019 in Berlin

Aus Kundenwünschen werden Kundenerwartungen. Der diesjährige Kongress betrachtet mitunter den Wertewandel bei den Konsumenten der Naturkosmetikbranche.
Verbraucher sehnen sich längst nicht nur nach natürlichen Pflegeprodukten, sondern auch nach Lösungen für wirklich drängende Probleme wie Plastikmüll, Kinderarbeit und Biodiversitätsverlust.
Was für Implikationen leiten sich daraus für die Unternehmen ab? Wer macht es schon besonders gut? Und wo ist die Grenze zwischen kleinen Indie-Brands, traditionellen Naturkosmetikunternehmen und den Global Playern? Diesen und vielen weiteren spannenden Fragen wird sich der Branchenkongress widmen.

Als Kongresspartner wird die GfaW den Branchenkongress aufmerksam begleiten und die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE und die Naturkosmetikzertifizierung NCS vorstellen. Gerne fassen wir das Wichtigste im Anschluss für Sie zusammen.

CSE Nachhaltigkeitssiegel zum Verlieben WP

19/07/2019: CSE, das Siegel zum Verlieben beim Grüne Helden Award

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik will die Kommunikation von Nachhaltigkeit revolutionieren. Das geht nicht von heute auf morgen, aber dafür haben wir den CSE entwickelt: Eine Kombination aus Gütesiegel und Zertifizierung und ein Siegel zum Verlieben. Damit können Verbraucher*innen erkennen, dass sie ein nachhaltiges Produkt von einem ethisch wirtschaftenden Unternehmen kaufen.

Ein Nachhaltigkeitsstandard ist kompliziert und Siegel gibt es schon so viele. Aber eben kein Nachhaltigkeitssiegel und erst recht keines, das eine so hohe Messlatte an die Unternehmen setzt.

Und so haben wir uns auch in diesem Jahr beim Grüne Helden Award mit unserem CSE beworben. Der Förderpreis zeichnet öko-soziale Unternehmungen aus, die Geschäftsmodelle betreiben, welche unsere Gesellschaft und Umwelt positiv beeinflussen.

Wir sind selbst nach CSE zertifiziert (eine CSE-Zertifizierung bedeutet auch tatsächlich, dass das Unternehmen von einer dritten Instanz vorbehaltlos geprüft wird, also eine echte Zertifizierung). Somit ist eine Prüfung unseres Geschäftsmodells schon mal überflüssig, denn nur Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit konsequent verpflichten, erhalten das CSE-Prädikat.

Drücken Sie uns die Daumen!

CSE 6.0. Nachhaltige Unternehmen

02/07/2019: Aktualisierter CSE-Standard ist online

Version CSE 6.0 ab sofort im Downloadbereich verfügbar

Jährlich wird der CSE-Standard in der Arbeitsgruppe „Lebendige Nachhaltigkeit“ einer Revision unterzogen. Abhängig von den Neuerungen auf dem Markt und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit, ergeben sich Änderungen, die im Standard festgehalten werden.

Ab sofort finden Sie sowohl den CSE 6.0 als auch eine Fassung mit markierten Änderungen im Downloadbereich.

Der Standard ist zudem auf Englisch und Französisch erhältlich.

 

27/06/2019: PRESSEMELDUNG Nachhaltigkeit braucht lokales Denken und Handeln – Videomitschnitte aus Symposium liefern wertvollen Beitrag zum Diskurs

Ohne lokales Denken und Handeln bleibt Nachhaltigkeit oft Theorie. Regionen, Gemeinden, Verbraucherinnen und Verbraucher sind wichtige Akteure im Streben um die Erhaltung der Lebensgrundlagen. Diese Essenz des ersten Nachhaltigkeitssymposiums im März in Gelnhausen wird nun sichtbar: Videomitschnitte der Experten-Statements um die Frage „Wie erkenne ich nachhaltige Produkte und Unternehmen?“ sind seit wenigen Tagen online.

Die Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeit und körperlichem Wohlbefinden beleuchtet als Internist aus medizinischer Sicht Professor Dr. Hermann von Lilienfeld-Toal in seiner Einführung. Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Daniel Christian Glöckner erklären, warum Nachhaltigkeit in Stadt und Region schon immer eine zentrale Rolle gespielt hat und welche neuen Herausforderungen auf Kreise und Kommunen warten.

Wie „Nachhaltigkeit unser Leben beeinflusst“ beschreibt als Präsidentin des Ecoropa-Netzwerkes Christine von Weizsäcker mit einem Blick auf die Ursachen von Armut und Umweltzerstörung. Sie zeigt auf, welche wichtige Bedeutung Kleinbauern weltweit für die regionale Versorgung haben, wie die „Sustainable Development Goals“ mit Themen wie Armut und Hunger zusammenhängen und warum Nachhaltigkeit nicht „von oben herab“ umgesetzt werden kann, sondern mehr Selbstbewusstsein und eigene Strategien erfordert.

„Wahre Preise für faire Märkte“ ist das Postulat von Dr. Katharina Reuter, das sie vor allem an die Politik richtet. Durch gezielte Besteuerung, Verbote und Gesetze ließen sich sehr wirksame Weichen stellen, um Preisverzerrungen zu vermeiden. Die Geschäftsführerin des Vereins UnternehmensGrün nennt Initiativen und Lösungsansätze, die eine neue Sichtweise auf die Ökonomie erfordern.

Den „Sinn und Unsinn von Siegeln“ differenziert Sophie von Lilienfeld-Toal als Geschäftsführerin der auf Nachhaltigkeits-Standards spezialisierten Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW). Sie weiß um die wichtige Rolle von Siegeln in der Produzenten-Verbraucher-Beziehung und zeigt auf, welche Möglichkeiten, aber auch welche Grenzen Qualitäts-Zertifikate haben und wie die gängigsten Label im Kontext von Nachhaltigkeit einzuordnen sind. Was eine Zertifizierung ist und wie bzw. wo Verbraucherinnen und Verbraucher sich über die vielen Siegel informieren können, geht ebenfalls aus dem Beitrag hervor.

Zum vieldiskutierten Thema „Ernährung und Verpackung“ trägt Thomas Köbberling bei. Neben Ansätzen zur Abfallvermeidung zeigt der Hochschullehrer anhand zweier aktueller Initiativen, wie sich Bürgerinnen und Bürger an einer Wende zur Nachhaltigkeit beteiligen können: Sogenannte Ernährungsräte oder die Bürger- bzw. Regionalwert AG unterstützen gezielt Landwirte und andere Wirtschaftszweige im Nahbereich.

Die Mitschnitte sind aktuell auf YouTube oder der Website der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik zu finden. UnternehmensGrün und GfaW als Veranstaltende denken derweil motiviert über eine Weiterführung des Symposiums nach.

 

 

NCP einfach erklärt - Video

17/06/2019: Der NCP-Standard einfach erklärt

Die Standards aus dem Hause GfaW haben zum Ziel eine nachhaltigere Wirtschaft zu etablieren, indem sie Verbrauchern klare Signale am PoS geben. Auf YouTube reiht sich ein neues Video zum NCP-Standard ein. Verbraucher sehen in dem zweiminütigem Video die wichtigsten Fakten zum Standard für geprüfte Naturartikel. Ausführliche Informationen können Verbraucher und Lizenznehmer auf unseren NCP-Seiten nachlesen: NCP – Produktzertifizierung für Naturartikel.

Viel Freude beim Ansehen.

Wir freuen uns über ein Abo unseres Kanals.

Nachhaltigkeits-Symposium Gelnhausen

06/06/19: „Nachhaltigkeit erkennen – aber wie?“: Mitschnitte des Symposiums nun online

Das erste Nachhaltigkeitssymposium in Gelnhausen war ein voller Erfolg. Mit vier Fachreferenten aus verschiedenen Bereichen gelang es den Veranstaltern UnternehmensGrün und GfaW ein umfassendes Bild zum Thema Nachhaltigkeit aufzuzeigen und einem breiten Publikum vorzustellen. Die wertvollen Beiträge sind ab sofort auf unserem YouTube-Channel abrufbar.

Die Aktivistin und Ecoropa Präsidentin Christine v. Weizsäcker startet mit ihrem Vortrag: Nachhaltigkeit beeinflusst unser Leben. Anschließend referiert Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, zum Thema Wahre Preise für faire Märkte. Sophie von Lilienfeld-Toal, Geschäftsführerin der GfaW, widmet sich dem Thema Sinn und Unsinn von Siegeln – wie blick ich da noch durch? Die Vortragsrunde wird von Prof. Thomas Köbberling mit dem Vortrag Ernährung und Verpackung: Die Wende beginnt vor Ort? abgeschlossen.