23/07/2018: Sustaineration zeigt wie man sich auf ein CSE-Audit vorbereitet

Bereits sehr früh haben wir Niels Christiansen von sustaineration in der Arbeitsgruppe „lebendige Nachhaltigkeit“ begrüßen dürfen. Niels ist CSR-Berater und unser Fachmann im Bereich ISO 14001. Mit Weitblick und seinem großen Erfahrungsschatz trägt er dazu bei, dass die Einführung des Umweltmanagementsystems für jedes Unternehmen gelingt.

Die ISO 14001:2015 gehört zum Fundament der CSE-Zertifizierung, denn ohne Dokumentation keine Bewertung des Nachhaltigkeitsperformance. CSE geht jedoch noch weit über die ISO-Norm hinaus und fordert nicht nur die Dokumentation, sondern auch die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien im Unternehmen.

Sustaineration bereitet sich nun selbst auf die CSE-Zertifizifizierung vor. Niels berichtet in seinem Blog, wie er die anstehende Zertifizierung angeht. Aus seinem methodischen Ansatz werden die einzelnen Kriterien und entsprechende Handlungsfelder ersichtlich.

Wir Drücken die Daumen.

 

Zertifizierung statt greenwashing

18/06/2018: Warum wir ein Zeichen für Nachhaltigkeit in Unternehmen brauchen – Gedanken zur Nachhaltigkeitszertifizierung CSE

Viele große Konzerne, die rücksichtslos handeln, stoßen auf immer mehr Widerstand. Der Unwillen der Verbraucher wird immer sichtbarer, wenn man den Boykott-Aufrufen und Aufklärungs-Posts in den sozialen Medien folgt. Dabei werden gleichzeitig die Marketingblasen einiger Unternehmen immer absurder. Unternehmensverantwortung wird mit sattem grün und  sympathischen Promis zu einem Wettlauf um die Gunst der Konsumenten.

Marketing ist das Spiel mit Illusionen und wer sich viel Illusion leisten kann, der verzaubert den potentiellen Käufer. Tatsächlich kann kein Verbraucher genau wissen, was sich hinter der Fassade eines Unternehmens versteckt. Nachhaltigkeitsberichte gehören zum guten Ton. Aber Hand aufs Herz, welcher Verbraucher ließt einen Nachhaltigkeitsbericht? Es scheint, als würde die reine Existenz eines Nachhaltigkeitsberichtes schon belegen, dass das Unternehmen nachhaltig ist. Das ist als ob ein Mensch sagt: „Ich habe einen IQ Test gemacht, hier schau, ich bin ein guter Mensch.“

Die Zeit ist reif für sogenannte Unternehmenszertifizierungen. Das heißt, das gesamte Unternehmen wir von einer unabhängigen dritten Instanz auf seine Aktivitäten geprüft. Hier kommt die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE ins Spiel. Es handelt sich hierbei um eine Zertifizierung für Nachhaltigkeit. Diese setzt Mindestanforderungen an die Aktivitäten des Unternehmens (soziale, ökologische und wirtschaftliche Aktivitäten). Die Mindestanforderungen sind ethische und ökologische Grundsätze, die machbar und eigentlich für jedes nachhaltige Unternehmen selbstverständlich sein sollten.

Wenn ein Unternehmen diese Anforderungen erfüllt, dann erhält es ein Prüfsiegel, das es auf Produkte anbringen kann. So kann der Verbraucher wirklich sehen, ob das Unternehmen höchsten Ansprüchen im Bezug auf Ethik und Nachhaltigkeit genügt. Bevor Millionen von Euros für Greenwashing ausgegeben werden, könnten sie doch in die Umsetzung echter Nachhaltigkeit fließen, oder nicht?

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ist Standardgeber für den CSE. Die Prüfung der Unternehmen erfolgt durch eine auditierte Zertifizierungsstelle (also ein dritte, unabhängige Stelle). Wenn CSE also auf dem Produkt steht, dann ist echte Nachhaltigkeit drin. Kein Greenwashing – garantiert durch das CSE-Siegel.

GfaW Portfolio

15/06/2018: PRESSEMELDUNG Aktualisierung der Standards aus dem Hause GfaW – Ethik und Unternehmenspraxis vereint

Bio-Qualitäten, GVO und weitere Kriterien wurden auf ein anspruchsvolleres Niveau gehoben.

 

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW) ist Standardgeber für zwei ökologische Produktstandards und den Nachhaltigkeitsstandard für Unternehmen: CSE. Die Standards werden jährlich einer Revision unterzogen um mit den aktuellsten Anforderungen abgestimmt zu werden. Jeweils an einem Tag kommt dazu die jeweilige Arbeitsgruppe “ökologische Rohstoffe” und die Arbeitsgruppe “lebendige Nachhaltigkeit” zusammen.

 

Die Arbeitsgruppe “ökologische Rohstoffe” widmete sich der Aktualisierung des NCS (Natural-Cosmetics-Standard) und des NCP (Nature-Care-Product-Standard), beides ökologische Produktzertifizierungen aus dem Hause GfaW.

Eine grundlegend neue Anforderung beider Produktstandards ist die obligatorische Beschaffung zertifiziert ökologischer Qualität für die Naturstoffe Sonnenblumen, Oliven, Soja, Sheabutter, Kokos und Jojoba. Grund für diese Entscheidung ist, dass diese Stoffe i.d.R. in Bioqualität einfach verfügbar sind. Darüber hinaus soll die neue Anforderung gewährleisten, dass die Standards sich den Gegebenheiten des Marktes anpassen um möglichst hohen ökologischen Ansprüchen zu genügen.

Für NCP, den Standard für ökologische Alltagsgegenstände, wurde bestätigt, dass weiterhin alle Stoffe petrochemischen Ursprungs ausgeschlossen werden. Als Ausnahme wurde TAED in Bleichmitteln und Spülmaschinen-Tabs bis zu einem maximalen Anteil von 3,5% zugelassen. TAED wird als biologisch abbaubar eingestuft und ermöglicht zudem eine Wirksamkeit bei niedrigeren Temperaturen, weshalb die GfaW sich für diese Ausnahme zugunsten der Ökologie entschieden hat.

In Bezug auf GMO wurde erneut deutlich, dass der Gesetzgeber mehr Fokus auf die Nachweispflichten der Produzenten von chemischen Ausgangsstoffen legen sollte. Beide Produktstandards richten sich weiterhin an den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung aus. Dies gilt auch für Stoffe, die nicht unter die EG-Öko-Verordnung fallen, z.B. non-food Produkte oder nicht ökologisch zertifiziertes Ausgangsmaterial. Obwohl Standardgeber und Standardnutzer sich einheitlich und gegen GVO aussprechen, wurde leider wieder deutlich, dass GVO sich unter Umständen nicht vermeiden lässt, wenn Chemieproduzenten ihren GVO-Freiheitserklärungen nicht nachvollziehbar und verantwortungsvoll nachkommen. Hier bittet die GfaW alle Unternehmen, die sich eventuell an einer Arbeitsgruppe mit Fokus GVO beteiligen möchten um Kontaktaufnahme. Ziel ist es, klare Regelungen und Pflichten zu schaffen, damit GVO nachweislich und restlos aus Produkten wenn nicht ausgeschlossen, so doch zumindest kenntlich gemacht werden kann.

Die aktuellen Standards sind auf der Website der GfaW öffentlich einsehbar: https://gfaw.eu/download-bereich/.

 

Die Arbeitsgruppe „lebendige Nachhaltigkeit“ widmete sich der Aktualisierung des CSE-Standards.

Die Unternehmenszertifizierung für Nachhaltigkeit baut auf Produktzertifizierungen auf. Hier wurden die Standards der IFOAM-Familie als Produktstandards für Lebensmittel neu zugelassen. Des Weiteren wurde Rapunzel Hand-in-Hand als Nachweis für eine faire Beschaffung in den CSE-Standard aufgenommen. Auch die PEFC-Zertifizierung ist nun im CSE-Standard als Nachweis für umweltfreundliche Verpackung zugelassen.

Es wurde erneut ersichtlich, dass das Vorhaben CSE als anspruchsvollsten Nachhaltigkeitsstandard auszubauen, den Wünschen der Pionierunternehmen und Verbrauchers gerecht wird. Das Fundament, die ISO 14001:2015, auf dem das Qualitätssiegel CSE aufbaut, bleibt unangetastet. Die Methodik und Transparenz von CSE erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Unternehmen und Konsumenten. In Kürze werden neue Unternehmen ihre CSE-Zertifizierung abschließen. Weitere Informationen zu CSE auf https://gfaw.eu/cse/.

 

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik ist Ansprechpartner für nachhaltige Unternehmen. Die Standardgeberin bietet seit mehr als 6 Jahren CSE als Prüfsiegel für Nachhaltigkeit an und trägt mit seinen ökologischen Produktzertifizierungen zur Ausweitung ökologischer Produktvielfalt bei. Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit in den Arbeitsgruppen haben, schreiben Sie eine E-Mail an info@gfaw.eu.

Arbeitsgruppentreffen für mehr Ökologie und Nachhaltigkeit in Unternehmen

24/05/2018: Gemeinsam für Werte stehen – Arbeitsgruppentreffen voller Erfolg

Viele Verbraucher wissen leider nicht, welche Kriterien sich hinter einzelnen Siegeln verbergen. Und tatsächlich steckt, wie so oft, der Teufel im Detail: Nicht alles, was sich nach „öko“ anhört, entspricht den Erwartungen der bewussten Konsumenten. Das gilt sowohl für grüne Produkte als auch für grüne Siegel auf den Produkten. Insbesondere bei den Siegeln muss man genau hinsehen, welche Kriterien im Standard hinterlegt sind (Standard = Text in dem das Siegel definiert ist bzw. was erfüllt werden muss, damit das Siegel vergeben wird).

Die Ausgestaltung der Standards obliegt dem Standardgeber. Damit unsere Standards den Erwartungen der Verbraucher entsprechen und gleichzeitig durch die Unternehmen erfüllbar sind, treffen wir uns jährlich zu Arbeitsgruppentreffen.

Am 17. Und 18. April kamen wir erneut zusammen um Fragen rund um unsere Standards zu klären. Und wieder hat sich bestätigt, dass wir alle gemeinsam auf dem höchsten Niveau sind und bleiben werden.

Bei den Produktzertifizierungen NCP und NCS war im Rahmen der Arbeitsgruppe „ökologische Rohstoffe“ die Gentechnik mal wieder ein heißdiskutiertes Thema. Natürlich sind wir alle gegen Gentechnik und diese ist in all unseren Standards ausgeschlossen. Problematisch ist jedoch – und das gilt für alle Standards und Produkte –, dass Gentechnik sich gut verstecken kann. Zum Beispiel ist im Produkt tatsächlich keine Gentechnik enthalten. Jedoch werden beispielsweise gentechnisch veränderte Organismen eingesetzt, die bestimmte Enzyme produzieren. Diese Enzyme wiederum werden zur Herstellung des gewünschten Stoffes verwendet, den ein Verbraucher z.B. zum Reinigen seines Spiegels verwendet. Das ist Gentechnik, auch wenn das Endprodukt keine gentechnisch veränderten Stoffe beinhaltet.

Die Hersteller von Naturprodukten können nicht jede einzelne Zutat selbst herstellen. Sie müssen auf  einen Lieferanten zugreifen, die für den Hersteller eine sogenannte „GVO Unbedenklichkeitsbescheinigung“ ausfüllt. Doch wie weitreichend und glaubwürdig kann diese Bescheinigung sein? Wir als Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik finden es bedenklich, dass es hierzu keine gesetzliche Regelung für eine Kennzeichnungspflicht gibt. Nicht nur wir, sondern alle Standardgeber und verantwortungsvolle Unternehmen sehen uns mit dieser Problematik konfrontiert. Es darf nicht sein, dass  Gentechnik heimlich durch dieses Schlupfloch Verbreitung findet. Fast dreiviertel aller Verbraucher stehen Gentechnik skeptisch gegenüber und in der Arbeitsgruppe waren alle einstimmig gegen GVO. Da die Thematik sehr komplex und weitreichend ist, wurde beschlossen in einem Workshop mit Experten weiter über eine für uns gangbare Lösung nachzudenken. Falls Sie  Lösungsvorschläge und Ideen zu diesem Thema haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Bei der Arbeitsgruppe „lebendige Nachhaltigkeit“ gab es ebenfalls erneut viel Zustimmung für die hohe Messlatte, die der CSE-Standard setzt. Wir haben wieder unter Anderem darüber gesprochen, ob das Fundament der ISO 14001:2015 Norm auch für kleine Unternehmen sinnvoll ist. Mit den Erfahrung bereits zertifizierter Unternehmen und der Expertise von Niels Christiansen von sus­tai­ne­ra­tion wurde wieder deutlich: Ja! Denn die ISO 14001:2015 ist auch für kleinste Unternehmen auf eine einfache Dokumentation runter zu brechen und macht weniger Aufwand als ein erster Blick vermuten lässt. Für größere Unternehmen birgt die ISO 14001:2015 enormes Verbesserungspotential der Stoffströme und sollte als Investition verstanden werden. Letztendlich muss ein echter Nachhaltigkeitsstandard, wie der CSE, auf der Dokumentation von Umweltmaßnahmen beruhen. Wir planen an dieser Stelle eine enorme Erleichterung für alle die die ISO 14001:2015 spielend einfach dokumentieren möchten. Dazu bald mehr.

Die beiden Arbeitsgruppentreffen haben wieder gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit Unternehmen die vorangehen und hohe ethische Werte vertreten können wir Standards definieren und Produkte kennzeichnen, die für alle Menschen und das Ökosystem gut sind. Wir, die GfaW, als Unternehmen bemühen uns natürlich auch immer die nachhaltigste Entscheidung zu treffen. Wir verstehen uns selbst als Akteur, der dem Allgemeinwohl dient. Aus diesem Grund sehen wir die Überführung der Standards in eine Gesellschaftsform, wie eine Stiftung, als wegweisend an. Die genauen Details werden wir in nächster Zeit klären.

Wir bedanken uns herzlich für die zahlreichen Teilnehmer die von weither angereist sind um mit uns Weichen zu stellen. Der Pioniergeist ist deutlich spürbar!

Mehr Hintergründe zu unseren Arbeitsgruppentreffen finden Sie ebenfalls in einem anderen Blogbeitrag.

Wenn Sie an der Mitarbeit in den Arbeitsgruppentreffen interessiert sind, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Frau Meyer (Sodasan), Herr Haggeney (RMP-Landschaftsarchitekten), Herr Christiansen (sustaineration), Frau v. Lilienfeld-Toal (GfaW)

 

 

 

 

 

 

Herr Pfeil (Poliboy), Herr Friedl (bena), Herr Diedrich (CMD)

Herr Röhrle (natürlich ullrich), Herr Heid (Sonett), Frau Oberdorfer (Sonett)

Frau Lübberstedt (kaneo), Herr Heid (Sonett), Frau Oberdorfer (Sonett), Herr Willenbrock (Snoek)

Herr Rengshausen-Fischbach (Tapir), Frau Meyer (Sodasan), Herr Haggeney (RMP-Landschaftsarchitekten), Herr Christiansen (sustaineration)

Frau Meyer (Sodasan), Herr Haggeney (RMP-Landschaftarchitekten), Herr Christiansen (sustaineration), Frau Lübberstedt (kaneo)

Frau Oberdorfer (Sonett), Frau v. Lilienfeld-Toal (GfaW), Herr Heid (Sonett)

CSE Kunden wollen nachhaltige Produkte

25/04/2018: Utopia und Siegelklarheit bewerten unseren CSE

Ein auf Nachhaltigkeit geprüftes Unternehmen auf den ersten Blick erkennen? Das geht durch unsere CSE Nachhaltigkeitszertifizierung. Das CSE Siegel kennzeichnet ein Unternehmen, das die Umwelt und den Menschen respektiert, fördert und sich dementsprechend verhält, also „nachhaltig wirtschaftet“.

Die GfaW begrüßt, dass der CSE nun auch auf den großen Plattformen utopia.de und siegelklarheit.de zu finden ist. Beste Bewertungen erhält der CSE schon seit Längerem auch bei label-online.de (Rat für nachhaltige Entwicklung), dem Bundesverband der deutschen Verbraucherinitiative und weiteren Kundenplattformen.

Mit utopia und Siegelklarheit pusten nun zwei weitere Plattformen Wind in die Segel des Nachhaltigkeitsbootes. Der CSE einfach erklärt: Nachhaltigkeit wird regelmäßig und umfassend im Unternehmen geprüft (natürlich durch Dritte) und kenntlich gemacht (durch ein Siegel auf den Produkten). CSE-Pioniere sind die Unternehmen, die sich bereits einer umfassenden Prüfung unterziehen und sich kontinuierlich im Bereich Nachhaltigkeit entwickeln.

Denn: Was nützt ein Bioprodukt, wenn man nicht weiß, was das Unternehmen sonst so macht? Alle die tolle Unternehmen unterstützen möchten, sollten also das CSE Siegel kennen. Danke also an utopia und Siegelklarheit  für die Verbreitung der CSE-Botschaft. Gemeinsam machen wir die Wirtschaft wieder menschlicher.

Im Übrigen laden wir auch die öffentliche Hand dazu ein ihre Waren und Dienstleistungen bei CSE-geprüften Unternehmen zu beschaffen.

Mehr Infos gibt es auf: https://gfaw.eu/cse/infos-fuer-verbraucher/

CSE auf utopia: https://utopia.de/ratgeber/cse-siegel/

CSE auf Siegelklarheit: https://www.siegelklarheit.de/CSE-c78

Standard-keine-Tierversuche-Gentechnik-und-kein-Mikroplastik

26/03/2018: Wie entsteht ein Standard und wie bleibt er aktuell? – Arbeitsgruppentreffen am 17. Und 18. April in Kassel

Was für Produkte und Unternehmenspraktiken brauchen wir um eine enkeltaugliche Zukunft sicherzustellen?

Die Suche nach den richtigen Antworten auf solche Fragen beschäftigt uns als Standardgeber in der täglichen Praxis. Ein Produktstandard, wie NCS und NCP, definiert die Qualität von Produkten. Im Fall des Nachhaltigkeitsstandards CSE, definiert er sogar die Qualitäten eines Unternehmens.

Wie werden solche Standards in der heutigen schnelllebigen Zeit aktuell gehalten?
Wir, die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik, arbeiten stets intensiv daran alle aktuellen Neuerungen aus Wissenschaft und Praxis in unsere Standards einfließen zu lassen. Heutzutage werden fast wöchentlich neue Wirkstoffe auf den Markt gebracht, stets werden neue Verfahren entwickelt und Hilfsstoffe angeboten. Als Standardgeber prüfen wir diese aus ethischen Gesichtspunkten und entscheiden letztendlich, ob Prozesse und Inhaltsstoffe in unseren Standards zugelassen werden.
Das wahre know-how was Nachhaltigkeit betrifft, befindet sich jedoch in den Unternehmen selbst. Sie forschen und entwickeln geniale Verfahren mit denen beispielsweise petrochemische Stoffe (die in keinem unserer Standards erlaubt sind) durch natürliche Stoffe ersetzt werden können. Sie wissen wie man sicherstellen kann, dass die Lieferkette fair und umweltfreundlich ist und bleibt. Oder aber, wie man sein gesamtes Unternehmen mit umweltfreundlichen Energien versorgt.
Dieses Wissen muss Verbreitung finden und sich insbesondere in unseren Standards widerspiegeln. Denn die Zertifizierungen der GfaW dienen umweltbewussten und kritischen Verbrauchern als sinnvolle Orientierung für den Einkauf.

Um alle Neuerungen zu besprechen und die Standards zu aktualisieren, laden wir auch in diesem Jahr zu unseren beiden Arbeitsgruppentreffen ein. Mitte April werden Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet in Kassel zusammenkommen um sich auszutauschen, zu diskutieren und Fachexperten zu lauschen.
Im Anschluss werden wir dann entscheiden, was in die Standards reinkommt und was leider – zu Recht – draußen bleiben muss.

Sind Sie als Unternehmer oder Spezialist an der Mitwirkung interessiert?

Dann melden Sie sich bei uns.

27/02/18 Wo versteckt sich Nachhaltigkeit auf der BioFach? – Unsere Impressionen

Selbst Bio-Betriebe setzen Nachhaltigkeit nur zögerlich um. Dieser Eindruck jedenfalls bleibt nach unser diesjährigen aktiven Beteiligung an der BioFach 2018, der weltgrößten Bio- und Naturprodukt-Messe. Nur selten wird das Thema in den Vordergrund gerückt. Leicht entsteht der Eindruck, als würde sich die Branche auf ihrem Vorsprung ausruhen. Umso wichtiger bleibt die Beteiligung der GfaW an der renommierten Ausstellung, insbesondere mit unserem Nachhaltigkeitsstandard CSE.
 
Immerhin widmet der Kongresspartner der BioFach der Nachhaltigkeit mittlerweile eine eigene Veranstaltungssparte. Grund genug für die GfaW, dort die „Förderung nachhaltiger Kaufentscheidungen“ im Rahmen einer eigenen Diskussionsveranstaltung in den Fokus zu rücken.
Denn, wie sich zeigte, überschätzen Verbraucher gemeinhin ihr Konsumverhalten hinsichtlich „bio“ und Nachhaltigkeit. Fazit: Die Kennzeichnung nachhaltiger Unternehmen und Produkte ist ein Gebot der Zeit, das nicht nur den Wirtschaftsakteuren allein obliegt.
 
Mit Expertise und klaren Forderungen setzte sich das Podium deutlich für eine staatliche Unterstützung von Nachhaltigkeitsleistungen ein. Vielen Dank unseren fachkundigen ReferentInnen Cornelia Dressler (BNN), Hannah Danner (TU München), Sebastian Götte (Markt- und Sozialforschungsinstituts aproxima), Silva Imken (Börlind GmbH) und Dr. Katharina Reuter (UnternehmensGrün).
 
Dass die GfaW auch mit einem weiteren Schwerpunktthema noch nicht abschließen kann, wurde beim Messerundgang deutlich: Bunte Verpackungen mit teilweise übertriebenem Materialaufwand fallen auf. Es scheint, als möchte die Branche dringend mit den konventionellen Herstellern mithalten. Wo bleibt das vielbeschworene Vertrauen der „Grünen“, dass sich qualitativ hochwertige Produkte herumsprechen und durchsetzen? Wir bleiben dran.
Doch unser Rundblick auf der BioFach förderte auch Schätze zutage: Unternehmen, die Nachhaltigkeit verstehen und in ihre Geschäftspraktiken integrieren. Einige verstecken ihre Nachhaltigkeitsberichte noch in den Schubladen, denn wer möchte schon auf einer Messe oder auch zu Hause lange Berichte lesen? Wir möchten all diese Gutwilligen unterstützen: „Wenn Du Gutes tust, dann rede darüber. Aber in wenigen Worten. Ein Siegel kann ausreichen“.
 
Am Stand der GfaW selbst, den wir traditionell mit unseren Partnern der Zertifizierungsstelle EcoControl teilen, informierte sich eine steigende Zahl Interessierter über die unterschiedlichen Standards. Angezogen von den ausgestellten Produkten unserer CSE-zertifizierten Pionierunternehmen fand insbesondere unsere neue, mysteriöse „Black-Box“ deutliches Interesse: Hier konnten Besucher Produktproben erfühlen und zum Mitnehmen auswählen. Ein etwas anderes Messeerlebnis für viele glückliche Standgäste.
Vielen Dank an alle Helfer, die dieses Jahr dabei waren. Danke an alle Partner und Kunden für die enge und gute Zusammenarbeit. Vielen Dank an die Referenten für die vielseitige Podiumsdiskussion.
 
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen - spätestens im nächsten Jahr.
GfaW-für-eine-nachhaltige-Landwirtschaft

04/01/2018: GfaW unterstützt „Wir haben es satt“– Demo mit Trecker-Patenschaft

Ökologische Lebensmittel und Produkte müssen Normalität sein – nicht Luxus für umweltbewusste Individuen. Die Bundesregierung sollte auf dieses Ziel hinarbeiten, wenn ihr das Wohl der Bürger und der Umwelt am Herzen liegt. Leider zeigt die Regierung immer wieder, dass eine andere Definition von Wohlstand angesteuert wird.

Die Herstellung ökologischer Nahrungsmittel und Produkte kann erst zunehmen, wenn die Voraussetzungen für eine ökonomische Produktion geschaffen werden. Das bedeutet natürlich, dass die Hersteller davon gut leben können. Ferner möchten wir anregen, dass der Mehrwert, der von ökologischen Betrieben für die „Nicht-Zerstörung“ der Umwelt erbracht wird (z.B. durch Humus-Aufbau, Verzicht auf Pestizide, Erhalt der Artenvielfalt etc…) sich positiv in den Bilanzen der Betriebe wiederfinden muss. Nur so kann ehrlich und nachvollziehbar bewertet werden, welche Art von Betrieb langfristig „wirtschaftlicher“ ist und dem Allgemeinwohl dient.

Die Demonstration WIR HABEN ES SATT versammelt am 20. Januar in Berlin alle Menschen und Verbände, die für eine gerechte und ökologische Landwirtschaft einstehen möchten. An diesem Tag treffen sich die Landwirtschaftsminister aus der ganzen Welt zu einer Konferenz. Berlin rückt in den Fokus der Medien, so dass mit der Demonstration ein deutliches Zeichen gesetzt werden kann. Die GfaW wird ebenfalls ein Zeichen setzen.

Als Unternehmen, das die Schnittstelle zwischen bewussten Verbrauchern und nachhaltigen Wirtschaftsakteuren darstellt, sehen wir in der Agrarpolitik dringenden Handlungsbedarf. Wir beteiligen uns an der Demonstration mit einer Trecker-Patenschaft.

 

Trecker im Bild von: freepik.com
CSE Unternehmen SODASAN gewinnt deutschen Nachhaltigkeitspreis

15/12/2017: CSE-Unternehmen SODASAN gewinnt deutschen Nachhaltigkeitspreis – Wertschätzung für 35 Jahre Pionierarbeit im Bereich Nachhaltigkeit

Warum soll unsere saubere Wäsche unsere Umwelt vergiften? Dachten sich die Gründer Jürgen Hack und Kerstin Stromberg vor mehr als 35 Jahren, als sie die ersten ökologischen Waschmittel  erprobten. SODASAN hat es geschafft aus einer grünen Idee ein richtig nachhaltiges Unternehmen wachsen zu lassen. Dabei steht nicht nur die Umwelt im Fokus des Biopioniers. Die ganzheitliche Art und Weise des Wirtschaftens sowie die innovativen und familienfreundlichen Arbeits- und Sozialstandards überzeugten die Jury des deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Ein paar Auszüge aus der Begründung der Jury, SODASAN zu den Finalisten zu zählen:

* In den Unternehmensstrukturen ist Nachhaltigkeit tief verwurzelt und so arbeiten 12% der Belegschaft im Arbeitskreis unter Leitung der Nachhaltigkeitsbeauftragten zusammen an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsthemen.

* Strom und Wärme stammen aus erneuerbaren Energien aus den eigenen Anlagen. Streuobstwiesen mit Bienenkästen stehen für die Mitarbeiter als Erholungsraum zur Verfügung.

* Im Einkauf steht der Kreislaufgedanke im Fokus, sowohl bei der Auswahl der Rohstoffe als auch der Wahl des Verpackungsmaterials.

* Alle Lieferanten werden dazu verpflichtet, neben Arbeits- und Sozialstandards ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten und Ziele zu beschreiben.

* Es gibt aus gesundheitlichen Gründen keine Nachtschicht und ein Drittel der Mitarbeiter arbeitet in Teilzeitmodellen. Hier ist auch besonders der hohe Anteil von Frauen in Führungspositionen (50%) zu erwähnen.

Die gesamte Begründung können Sie hier abrufen.

Seit letztem Jahr trägt das Unternehmen SODASAN auch das CSE-Siegel. Viele Argumente der Juryentscheidung werden auch von der CSE-Nachhaltigkeitszertifizierung vorausgesetzt: Beispielsweise der Gebrauch von erneuerbarem Strom, eine gerechte Entlohnung und die Auswahl der Lieferanten nach sozialen Kriterien.

SODASAN ist gegen mehr als 400 Unternehmen aus Rubrik kleine- und mittlere Unternehmen angetreten und hat gewonnen. SODASAN zeigt vorbildlich, wie umfassend das Thema Nachhaltigkeit angegangen werden kann und welch positiven Einfluss ein Unternehmen dann auf Umwelt, Mitarbeiter, Kunden und andere involvierte Unternehmen hat. Wir freuen uns sehr mit SODASAN und wünschen dem ehemaligen Biopionier und heutigem Nachhaltigkeitspionier gesundes Wachstum für die Zukunft.

GfaW Biofach/Vivaness

04/12/17: Vivaness/Biofach – GfaW leitet Diskussionsrunde zu nachhaltigem Konsum

Wir freuen uns sehr, unsere Diskussionsrunde zum Thema „Förderung nachhaltiger Kaufentscheidungen – eine lösungsorientierte Diskussionsrunde“ bei der Biofach 2018 anzukündigen.
Unser Kongressbeitrag findet am Mittwoch, den 14.02 von 12-13 Uhr im Raum Riga, NCC Ost statt.
In der Diskussionsrunde geht es um die Frage, wie Verbraucher als mündige Entscheider zu nachhaltigen Kaufentscheidungen geführt werden können. Was braucht es aus Sicht von Herstellern, der Wissenschaft, aus Sicht des Verbandes Unternehmensgrün, eines Marktforschungsinstitutes und aus Sicht des Fachhandels.
Hochkarätige Experten aus allen Bereichen werden diese spannende Frage diskutieren, unter anderem freuen wir uns auf Dr. Katharina Reuter vom Verband UnternehmensGrün sowie Elke Röder, Geschäftsführerin vom BNN.

Auch dieses Jahr ist die GfaW mit eigenem Stand auf der Vivaness vertreten, Sie finden uns in Halle 7A/7A-232.

Wir freuen uns Sie wiederzusehen und neu kennenzulernen. Für Terminvereinbarungen, schreiben Sie uns eine E-Mail.